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"Wäre eine Ablenkung gewesen": Ehemaliger Rockstar-Chef erklärt Abkehr von Agent, Project Z und Bully 2 zugunsten von GTA 6

Artwork mit einer Darstellung von Nico Bellic aus GTA IV mit einem Scharfschützengewehr. (Bildquelle: Rockstar Games)
Artwork mit einer Darstellung von Nico Bellic aus GTA IV mit einem Scharfschützengewehr. (Bildquelle: Rockstar Games)
Wie der ehemalige technische Direktor von Rockstar North, Obbe Vermeij, erklärt, bereue er es nicht, dass das Studio Projekte wie Agent, Project Z und eine mögliche Bully-Fortsetzung eingestellt habe. Diese Spiele hätten seiner Ansicht nach nur von der Dominanz von Grand Theft Auto abgelenkt. In einem offenen Interview betonte Vermeij, Rockstar tue gut daran, experimentelle Ideen direkt in GTA einfließen zu lassen, statt neue Marken zu starten. Zugleich lobte er Studios wie Larian, die bewusst den entgegengesetzten, deutlich riskanteren Weg gehen und auf neue IPs setzen.

Der ehemalige technische Direktor von Rockstar North, Obbe Vermeij war mit Klassikern wie GTA III, GTA: Vice City, San Andreas und dem ersten Titel des HD-Universums GTA IV maßgeblich am Aufbau der 3D-Welt von Grand Theft Auto beteiligt. Wie er erklärt, fühle er keinerlei Reue über die Einstellung von Projekten wie Agent, Project Z oder einer möglichen Bully-Fortsetzung.

In einem neuen Interview weist Vermeij Konzepte wie ein Zombie-Survival-Spiel auf einer schottischen Insel oder den Spionage-Thriller Agent klar zurück. Solche Ideen seien letztlich Ablenkungen gewesen, die dem Vermächtnis von GTA nie gerecht geworden wären.

Tatsächlich arbeitete Rockstar North offenbar an einem Zombie-Spiel mit dem internen Codenamen Project Z. Das Projekt nutzte Code und Assets aus San Andreas und sollte eine trostlose, isolierte Spielwelt erschaffen – eine Atmosphäre, die laut Vermeij nicht zur DNA von Rockstar passe und letztlich als zu düster empfunden wurde.

Ein anderes ambitioniertes Vorhaben war Agent: ein stärker linear ausgerichtetes Abenteuer im Stil von James Bond, mit Schauplätzen in Südfrankreich und Marokko. Da das Projekt auf offene Spielwelten verzichtete, die eines der zentralen Markenzeichen von GTA darstellen, verlor es schnell an Dynamik. Gegenüber GamesHub erklärt Vermeij rückblickend: „Ich glaube nicht, dass es hier verpasste Chancen gab – weder bei dem Zombie-Spiel noch bei Experimenten wie Agent. Sie wären nicht so gut gewesen wie GTA. Es wäre Zeitverschwendung und eine Ablenkung gewesen.“

Im weiteren Verlauf des Interviews bekräftigt Vermeij Rockstars konsequenten Fokus auf sein Zugpferd. Nach dem explosionsartigen Erfolg der Reihe ergebe es schlicht keinen Sinn, große Risiken einzugehen. Ungewöhnliche oder experimentelle Ideen sollten lieber direkt in GTA integriert werden, statt daraus völlig neue Spielemarken zu machen.

Auch wenn sich viele Fans mehr Vielfalt im Rockstar-Portfolio wünschen – etwa ein neues Bully, die Rückkehr von Midnight Club oder ein Comeback von Max Payne –, ist Vermeij überzeugt, dass das Studio bei dem bleiben wird, was funktioniert. Unkonventionelle Konzepte würden weiterhin in Ablegern und Erweiterungen wie Chinatown Wars, Liberty City Stories oder den Erweiterungen zu GTA IV aufgehen.

Gleichzeitig zeigt sich Vermeij anerkennend gegenüber Larian Studios. Das Studio hatte nach dem Erfolg von Baldur’s Gate 3 bei den Game Awards 2025 überraschend ein neues Divinity-Projekt angekündigt. Dazu sagte Vermeij: „Es ist ziemlich cool zu sehen, dass ein Studio wie Larian nach Baldur’s Gate 3 sagt: ‚Wir haben keine Lust auf Baldur’s Gate 4, wir machen etwas anderes.‘ Das ist mutig, aber auch extrem riskant. Es ist deutlich einfacher, einfach mit dem weiterzumachen, was man bereits kennt.“

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-12 > "Wäre eine Ablenkung gewesen": Ehemaliger Rockstar-Chef erklärt Abkehr von Agent, Project Z und Bully 2 zugunsten von GTA 6
Autor: Rahim Amir Noorali, 30.12.2025 (Update: 30.12.2025)