Die Schweizerischen Bundesbahnen müssen ihre Giruno-Garnituren (alias RABe 501) patchen. Das ist zumindest nötig, um in der eigentlich vorgesehenen Konfiguration die Stadt Hamburg zu erreichen. Eine bisher offenbar ungetestete Kombination aus Umständen sorgt nämlich für Störungen an den Giruno-Triebzügen von Stadler, wie nau.ch berichtet.
Wie nau.ch von den SBB erfahren hat, liegt das Problem nur an, wenn in Doppeltraktion gefahren wird. Sprich, es sind zwei Zugteile gekoppelt unterwegs. Bisher fuhren die Giruno nur in einfacher Traktion bis nach Frankfurt am Main, was keine Probleme auslöste.
Hinzu kommt eine Besonderheit in Deutschland. "Der Grund für die Störungen liegt in der Störstromüberwachung der Stromabnehmer. Diese ist im Unterschied zur Schweiz in Deutschland bei allen Fahrzeugen aktiv.", zitiert nau.ch einen Sprecher der SBB. Zusätzlich bildet sich in Deutschland aktuell Raureif an den Oberleitungen, was das System der Girunos in dieser Kombination als Störung interpretiert.
Der Störstrommonitor ist laut SBB zu empfindlich eingestellt, was mitunter zu einer "Abtrennung der Stromversorgung für den Fahrmotor" führen kann, auch wenn der Triebfahrzeugführer das prinzipiell rückgängig machen kann.
Ein Software-Update existiert dem Bericht zufolge auch schon und wird aktuell getestet. Mit bisher offenbar gutem Ergebnis, denn ab dem 2. Januar 2026 sollen die Girunos laut SBB wieder bis nach Hamburg fahren – in Doppeltraktion.
In der Zwischenzeit übernimmt ein ICE 4 der Deutschen Bahn den Verkehr zwischen Basel und der Hansestadt ersatzweise.










