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Leuchtende Bahnsteigkante: Nächste Tests in Hannover und Leipzig

Die leuchtende Bahnsteigkante in Hannover, augenscheinlich Module des Berliner Start-ups Siut. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Privat)
Die leuchtende Bahnsteigkante in Hannover, augenscheinlich Module des Berliner Start-ups Siut. (Bildquelle: Andreas Sebayang/Privat)
Die Deutsche Bahn plant bald zwei weitere Tests mit der leuchtenden Bahnsteigkante. Einer der Tests ist für den Nahverkehr und der andere für den Fernverkehr vorgesehen. Die Installation ist auch schon weitestgehend abgeschlossen für die vielleicht entscheidenden Tests.

Die Forschung rund um die leuchtende Bahnsteigkante geht bald in die nächste, vielleicht entscheidende Phase. Per Zufall hat Notebookcheck eine praktisch fertige Installation auf dem Hannover Hauptbahnhof auf den Gleise 3 und 4 entdeckt und entsprechend bei der Bahn nachgefragt. Denn noch leuchtete auf dem Bahnsteig bei einfahrenden Zügen nichts.

Wie eine Bahnsprecherin auf Nachfrage sagte, ist die Installation fast fertig. "allerdings stehen in beiden Fällen noch formale Genehmigungen aus". Beide Fälle bezieht sich hier auf die zweite Installation, die im Leipziger Tiefbahnhof durchgeführt wurde. Ein Starttermin ist daher für beide Testprojekte noch offen.

Getestet werden zwei Szenarien. In Hannover wird an den beiden Bahnsteigkanten die Eignung für den Fernverkehr weiter untersucht. Der letzte Test in Berlin-Südkreuz hatte nur ein S-Bahn-Szenario getestet. Dabei soll die auf einfahrende und abfahrende Züge aufmerksam machen, so die Bahnsprecherin. Außerdem wird die exakte Halteposition angezeigt.

Das ist gerade auf Fernbahnsteigen mit einer Länge von teils über 400 Metern für Fahrgäste nicht so einfach, wenn etwa nur ein 200 Meter langer ICE 3 halten muss. Gleis 3 und 4 im Hannover Hauptbahnhof sind 422 Meter lang.

In Leipzig Hauptbahnhof (tief) soll die Eignung für den S-Bahn-Betrieb vertieft untersucht werden, so die Bahn. Der Tiefbahnhof hat nach unserer Erfahrung deutlich mehr Fahrgäste zu bewältigen als Südkreuz am Gleis 1. Die beiden Bahnsteigkanten (Gleis 1 und 2) sind  jeweils 220 Meter lang, aber auch hier kommen öfter mal kurze S-Bahn-Züge an. Die Orientierung an den Bahnsteigsektionen mithilfe der Buchstaben ist auch hier nicht ideal. Wie im Fernverkehr sollen das Ein- und Ausfahren signalisiert werden sowie die Halteposition.

Es ist aber vielleicht auch mehr möglich: "Weitere Anzeigefälle sind denkbar bzw. möglich, aber noch nicht entschieden." Prinzipiell kann über das Leuchtkonzept beispielsweise auch die Wagenklasse, die Position des Speise- oder PRM-Wagens angezeigt werden.

Weiteren Hintergrund liefert unser Artikel "Wie gut funktionieren leuchtende Bahnsteigkanten? Deutsche Bahn plant weitere Pilotprojekte"

Quelle(n)

Eigene Recherchen / Deutsche Bahn

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Autor: Andreas Sebayang, 20.12.2025 (Update: 20.12.2025)