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Rockstar hätte fast GTA: Tokyo veröffentlicht – aber ehemaliger Entwickler glaubt nicht an Maps abseits der USA

Grand Theft Auto-Logo auf Tokio-Hintergrund (Bildquelle: Rockstar Games mit Bearbeitungen)
Grand Theft Auto-Logo auf Tokio-Hintergrund (Bildquelle: Rockstar Games mit Bearbeitungen)
Obwohl GTA: Tokyo eine mögliche Option war, zögert Rockstar Games noch, sich an Schauplätze außerhalb der USA zu wagen. Ein ehemaliger Technical Director rechnet ebenfalls nicht damit, dass GTA 6 exotische Locations bieten wird. Stattdessen dürfte das Studio weiterhin auf Orte wie Vice City setzen, die die amerikanische Popkultur verkörpern.

Zwischen all den großen Erwartungen vor dem Release von GTA 6 hätten sich einige Fans auch ein überraschenderes Setting gewünscht. Rockstar Games hat bislang auf Schauplätze in den USA gesetzt. Wie ein ehemaliger Entwickler bestätigt, wäre GTA: Tokyo aber beinahe Realität geworden. Dennoch geht Obbe Vermeij nicht davon aus, dass sich die Maps von GTA 6 über die Landesgrenzen hinaus ausdehnen werden.

Wird GTA jemals wieder neue Gebiete erkunden?

Vermeij war als Technical Director an GTA 3, GTA: Vice City und GTA: San Andreas beteiligt. In einem Interview mit GamesHub spricht er unter anderem darüber, ob Rockstar künftig mutiger bei der Wahl der Schauplätze sein könnte.

Wie der ehemalige Rockstar-North-Entwickler verrät, hatte das Studio unter anderem Rio de Janeiro, Moskau und Istanbul als mögliche Locations in Betracht gezogen. Am weitesten fortgeschritten war offenbar Tokio. Vermeij erklärt dazu: „Ein anderes Studio in Japan sollte das übernehmen, unseren Code nutzen und GTA: Tokyo entwickeln.“ Letztlich entschied sich Rockstar jedoch gegen das Projekt.

Die Idee eines kriminellen Abenteuers in Tokio ist nicht neu. Laut GTA 6 Info haben Dataminer schon früher Hinweise auf die Stadt entdeckt, zudem seien entsprechende Markenanmeldungen aufgetaucht. Eine anonyme Rockstar-Quelle bestätigte die Gerüchte. Dennoch bezweifelt Vermeij, dass das nächste Spiel oder spätere Ableger der Reihe weit über die Vereinigten Staaten hinausgehen werden.

Darum ist GTA an die Kulisse gebunden

Vermeij erklärt, dass das Studio bei den Geldsummen, die auf dem Spiel sehen, lieber an Orten mit Wiedererkennungswert festhält – wie etwa Vice City. "Amerika ist im Grunde das Epizentrum der westlichen Kultur", so der ehemalige Rockstar-Entwickler. Die Satire, die diese Kultur umgibt, ist zum Markenzeichen des Franchise geworden.

Die wiederholten Verschiebungen des Release-Termins von GTA 6 seien ein Zeichen dafür, dass AAA-Spiele immer längere Entwicklungszeiten benötigen. Da künftig weniger neue Grand Theft Auto-Titel zu erwarten sind, wird Rockstar wohl auch weniger Risiken eingehen. Gleichzeitig könne moderne Technik durch mehr Details und Tiefe dafür sorgen, dass sich bekannte Karten trotzdem wieder neu anfühlen.

Andere Leaks deuteten darauf hin, dass sich die Karten von GTA 6 möglicherweise bis nach Südamerika erstrecken könnten. Vermeij stimmt zu, dass das Thema des Spiels gut zur kriminellen Unterwelt von Ländern wie Kolumbien passe. Dennoch geht er davon aus, dass sich die Entwickler darauf konzentrieren, ein überarbeitetes Vice City so authentisch wie möglich umzusetzen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2025-12 > Rockstar hätte fast GTA: Tokyo veröffentlicht – aber ehemaliger Entwickler glaubt nicht an Maps abseits der USA
Autor: Adam Corsetti, 23.12.2025 (Update: 23.12.2025)