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Sesam öffne dich! – Test Nuki Keypad 2 NFC

Kleiner Türsteher.

Das Nuki Keypad 2 NFC von Nuki bietet schlüssellosen Zugang per PIN, Fingerabdruck und NFC. Im Test punktet es mit modernem Design und einfacher Installation, zeigt jedoch Schwächen bei der Kompatibilität. Insgesamt eine praktische, aber nicht perfekte Smart-Home-Ergänzung.
Daniel Schmidt Veröffentlicht am 🇺🇸
Gadget Security Smart Home

Fazit zum Nuki Keypad 2 NFC

Das Nuki Keypad 2 NFC stellt eine sinnvolle Erweiterung dar, ist aber nicht für jeden die beste Wahl. Insbesondere wenn im eigenen Haushalt oder entsprechenden Einsatzort verschiedene Systeme zum Einsatz kommen, kann die Konfiguration etwas frickelig werden oder es muss der Kompromiss über die Nuki-App in Kauf genommen werden. Dies funktioniert zwar gut, ist aber weniger komfortabel. Außerdem muss mindestens ein Nuki Smart Lock der 4. Generation vorhanden sein, um den vollen Funktionsumfang nutzen zu können.

Wer jedoch ein passendes Ökosystem besitzt, kann Smartphones und Smartwatches komfortabel als zusätzlichen digitalen Türschlüssel nutzen und erhält eine zusätzliche Möglichkeit, sein Schloss zu entriegeln. Andernfalls steht der Weg über die Nuki-App offen, obwohl es dann in der Regel wohl schneller und einfacher ist, den Fingerabdrucksensor zu bemühen. In dem Fall würde sich wahrscheinlich eher das Keypad 2 lohnen, das 20 Euro weniger kostet und auch mit älteren Smart Locks von Nuki voll kompatibel ist. 

Der Einsatz eines der beiden Modelle ist jedoch in jedem Fall eine sinnvolle Ergänzung, die wir nicht mehr missen wollen.

Pro

+ zuverlässiges Öffnen der Tür
+ vielfältige Authentifizierungsoptionen

Contra

- kein UWB-Support
- (noch) kein breiter Matter-Hub-Support

Preis und Verfügbarkeit

Das Keypad 2 NFC kann direkt bei Nuki erworben werden, ist aber auch im Online-Handel erhältlich, beispielsweise bei Amazon. Nuki veranschlagt eine UVP von 179 Euro.

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179,00 €
Nuki Keypad 2 NFC (2026) - Türschloss öffnen mit Apple home key, Fingerprint, NFC oder 6-stelligem Zahlencode, perfektes Smart Home Zubehör für Matter-fähige Nuki Smart Locks, mit Bluetooth

Mit dem Nuki Keypad 2 NFC erweitert Nuki sein Portfolio, um ein weiteres Produkt, mit welchem sich smarte Türschlösser auch ohne Smartphone steuern lassen. Das Keypad 2 NFC tritt dabei nicht die Nachfolge des Keypad 2 an, sondern wird als zusätzliches Produkt geführt. Die Version ohne NFC haben wir bereits im Test zum Nuki Smart Lock Ultra in Augenschein genommen.

Spezifikationen: Nuki Keypad 2 NFC

Kommunikation Bluetooth 5 (10 m Reichweite), NFC (13,56 MHz), Ende-zu-Ende-Verschlüsselung mit Challenge-Response
Stromversorgnung 4x AAA-Batterien (12 Monate Laufzeit)
Schutzart IP54
Betriebstemperatur -20 bis +70 °C
Abmessungen 118 x 29 x 21 mm
Gewicht 90 g
Lieferumfang Keypad, Montageplatte, Montagematerial, Batterien, Anleitung

Installation und Konfiguration – Aliro-Standard hat noch seine Tücken

Die Trägerplatte lässt sich ankleben oder anschrauben.
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Die Trägerplatte lässt sich ankleben oder anschrauben.

Das Keypad 2 NFC wirkt hochwertig verarbeitet, die matte Oberfläche fügt sich unauffällig neben die Haustür. Die Installation ist grundsätzlich einfach, zumindest auf dem Papier. In der Praxis jedoch hängt vieles von der individuellen Türsituation ab. Unebene Wände, schlechte Funkverbindungen oder unglückliche Platzierung können schnell zum Geduldsspiel werden. Die kleine Bodenplatte lässt sich entweder mit dem vorinstallierten Klebestreifen befestigen oder anschrauben. Danach wird das Keypad einfach nur noch aufgesteckt. Sonderlich fest sitzt es dabei nicht auf der Trägerplatte, hier hätten wir uns eine kleine Fixierschraube gewünscht. Auch um einen potenziellen Diebstahl etwa entgegenzuwirken. 

Um das Keypad 2 NFC betreiben zu können, ist ein smartes Türschloss erforderlich. Wir haben im Test das Nuki Smart Lock Ultra genutzt. Die App führt den Nutzer Schritt für Schritt durch den Einrichtungsprozess, das funktioniert sehr gut. Wer die NFC-Funktion zum Öffnen der Türe nutzen möchte, hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Betriebsarten: dem „Smart Home Modus“ und dem „Nuki App Modus“. Ersterer setzt einen Matter-Hub voraus, eine Matter-Bridge reicht hier nicht. Momentan unterstützen Apple Home und Samsung SmartThings den hierfür notwendigen Aliro-Standard. Entsprechende Hubs von Amazon oder Google können (noch) nicht verwendet werden. Das schränkt den Kosmos leider bereits etwas ein. Wer beide Systeme nutzen möchte, muss zunächst das System von Apple verbinden und im Anschluss jenes von Samsung. Nuki sagt dazu, dass sie im Austausch mit den Herstellern sind, um eine möglichst einfache Integration zu gewährleisten. Hier soll in Zukunft nachgebessert werden. 

Im Nuki-App-Modus wird die NFC-Zugangskarte in der Nuki-App angelegt. Diese ist auf allen Geräten verfügbar, auf denen sich auch die App nutzen lässt. Damit ist die Kompatibilität breiter aufgestellt, aber das Smartphone muss entsperrt und die App geöffnet sein, um die NFC-Funktion dann nutzen zu können. 

Bedienung – Nuki Keypad 2 NFC kommt ohne UWB

Kann auch im gesperrten Zustand die Tür entriegeln.
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Kann auch im gesperrten Zustand die Tür entriegeln.

Einmal eingerichtet und montiert, ist die Bedienung des Nuki Keypad 2 NFC simpel. Das Öffnen des gekoppelten Schlosses erfolgt per PIN-Eingabe, Fingerabdruck oder eben per NFC-Kontakt. Der Zutritt kann für PINs und Fingerabdrücke auch zeitlich limitiert, NFC gegebenenfalls deaktiviert werden.

Bei iPhones und auch einigen Samsung-Smartphones gibt es eine sogenannte Power Reserve. Das heißt, das jeweilige Smartphone schaltet sich schon früher aus, um etwas Restenergie für grundlegende Funktionen zurückzuhalten. Dazu zählt neben der Ortung des Gerätes auch die Verfügbarkeit des digitalen Schlüssels, sodass sich das Schloss auch öffnen lässt, wenn der Smartphone-Akku bereits leer ist. Alternativ stehen natürlich weiterhin PIN und Fingerabdruck bereit. 

Neben Smartphones sind auch Smartwatches als Schlüssel denkbar. Mit der Apple Watch ist dies im Test kein Problem, die Galaxy Watch müsste prinzipiell auch funktionieren, da die Zugangskennungen als digitale Karte in die Apple- beziehungsweise Samsung-Wallet gespeichert werden, das konnten wir mangels Verfügbarkeit leider jedoch nicht ausprobieren. 

Wie das Keypad 2 kann auch das Keypad 2 NFC bis zu 200 Zutrittcodes und 20 Fingerabdrücke verwalten. Leider lassen sich weder dedizierte NFC-Tags noch NFC-Karten mit dem Keypad 2 koppeln. Obwohl der Aliro-Standard nominell UWB unterstützt, verzichtet Nuki im Keypad 2 NFC darauf. Das ist schade, da damit eine wesentlich präzisere Autounlock-Funktion möglich gewesen wäre.

Die beiden Keypad-2-Modelle sind abgesehen vom NFC-Modul identisch.
Das Nuki Keypad 2 NFC lässt sich dezent platzieren.

Kurzfazit

Das Nuki Keypad 2 NFC ist ein typisches Smart-Home-Produkt der Gegenwart: innovativ gedacht, solide umgesetzt, aber mit spürbaren Kinderkrankheiten. Es erweitert das Ökosystem sinnvoll, bleibt jedoch hinter seinem eigenen Anspruch zurück. Wer bereits tief im Nuki-System steckt, wird das Keypad 2 NFC als praktische Ergänzung schätzen.

Transparenz

Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > Tests > Sonstige Tests > Sesam öffne dich! – Test Nuki Keypad 2 NFC
Autor: Daniel Schmidt, 29.04.2026 (Update: 29.04.2026)