Die Download-Geschwindigkeiten des Starlink-Satelliteninternets haben sich dank der beispiellosen Startfrequenz neuer Satelliten in diesem Jahr und der fortlaufenden Software-Updates zur Leistungsverbesserung – sowohl im Orbit als auch am Boden – deutlich erhöht.
Im Jahr 2025 sind die Starlink-Geschwindigkeiten im Jahresverlauf um mehr als 50 % gestiegen: von einer mittleren Downloadrate von etwa 150 Mbit/s im Januar auf über 200 Mbit/s in den aktuellen Messungen. Die mittlere Upload-Geschwindigkeit legte ähnlich stark zu – von 20 Mbit/s Anfang 2025 auf inzwischen über 30 Mbit/s.
Zu betonen ist, dass es sich dabei bereits um die „Netzwerkwerte zu Spitzenzeiten“ handelt. Viele Nutzer berichten sogar von deutlich höheren Geschwindigkeiten von 300 Mbit/s bis hin zu 400 Mbit/s.
Bis zum 21. Oktober hatte SpaceX insgesamt 134 Starlink-Satellitenstarts mit der Falcon-Rakete durchgeführt – mehr als im gesamten Vorjahr zusammen. Nutzer spüren den Ausbau der Netzkapazität inzwischen deutlich, selbst mit den Standard-Schüssel-Terminals (aktuell rund 327 Euro auf Amazon).
Dank des beispiellosen Tempos der Falcon-Starts machen die neuesten Starlink-V2-Mini-Satelliten inzwischen mehr als 50 % der gesamten Konstellation aus, was maßgeblich zur Steigerung der Download- und Upload-Geschwindigkeiten beigetragen hat. Zudem hat SpaceX umfangreiche Firmware-Updates veröffentlicht, die die Strahlformung im All sowie die Leistung der Bodenstationen erheblich verbessern. Eines dieser Updates führte zwar zum ersten größeren Netzausfall in der Geschichte von Starlink, doch nach der Behebung meldeten Nutzer deutlich höhere Geschwindigkeiten.
Die Software-Updates der Bodenstationen dienen außerdem der Vorbereitung auf den Start der neuen Starlink-V3-Satelliten, die ausgefaltet die Größe einer Boeing 737 erreichen. Jeder dieser V3-Starts mit der kommenden Starship 3-Rakete soll die 20-fache Kapazität der aktuellen V2-Satelliten hinzufügen. Mit jeder V3-Mission kommen zusätzliche 60 Tbit/s Kapazität ins Netz, was 2026 Gigabit-Geschwindigkeiten über Starlink ermöglichen dürfte. Derzeit kann allerdings nur die teure Performance Dish diese Leistung ausschöpfen. Es bleibt abzuwarten, ob auch das Starlink Standard Kit künftig aufgerüstet wird, um Downloadraten von 1 Gbit/s oder mehr für Einzelnutzer zu unterstützen, die bereit sind, für Gigabit-Satelliteninternet zu zahlen.
Quelle(n)
Michael Niccols (SpaceX)











