Steam verpflichtet Entwickler, ihre Spiele „wenigstens 5 Minuten“ selbst zu spielen

Valve bekommt die Folgen der KI-Flut auf Steam aktuell offenbar am eigenen Leibe zu spüren. Das Unternehmen gibt an, bei der Prüfung von Neuzugängen etwas im Verzug zu sein, weshalb der Prozess derzeit bis zu zwölf anstatt der üblichen drei bis fünf Tage dauert. Das dürfte auch der Grund dafür sein, aus dem Valve sein Prüfverfahren am 3. November aktualisiert hat.
Laut Valve ist die gestiegene Bearbeitungszeit mitunter darauf zurückzuführen, dass Titel an grundlegenden technischen Problemen scheitern. „Manchmal überprüfen wir Builds, die noch nie über Steam gespielt wurden.“, so Valve. Genau hier setzt die neue Regelung an: Die Veröffentlichungscheckliste für neue Steam-Spiele enthält jetzt auch einen Punkt, der mindestens 5 Minuten Spielzeit via Steam voraussetzt. Damit will Valve sicherstellen, dass Entwickler selbst dafür sorgen, ob ihre Spiele überhaupt via Steam laufen, bevor sie diese zur Überprüfung einreichen.
Auf Reddit trifft die Ankündigung einen Nerv. Viele Kommentatoren machen massenhaft produzierte KI-Spiele für den Andrang verantwortlich und fordern, dass Valve stärker durchgreift. Ob es strengere Zugangshürden geben wird, bleibt allerdings offen. Wie die Valve-Mitarbeiter Tom Giardino und Marc Wilkinson erklärt haben, will Valve das Problem über die Empfehlungsalgorithmen lösen – und aus Sorge darum, dass strengere Regeln auch kleine Indie-Studios treffen und interessante Spiele aus dem Store fernhalten könnten, wird das von einem Teil der Community auch befürwortet. Eigene Meinungen zum Thema sind in der Kommentarsektion unten gerne gesehen.
Quelle(n)
Bildquelle: Abdullahi Mohamud / Unsplash, Valve (bearbeitet)

















