Streik bei Samsung soll bis zu 57 Milliarden Euro kosten

Die DRAM-Krise führt bei Speicherherstellern wie Samsung Semiconductor wenig überraschend zu Rekordgewinnen – alleine im ersten Quartal 2026 konnte Samsung den Gewinn der Speicher-Sparte um 4.800 Prozent erhöhen. Mitarbeiter profitieren bei Samsung aber nur begrenzt von diesem Erfolg, denn Samsung beschränkt Bonuszahlungen auf maximal 50 Prozent des regulären Jahreseinkommens.
Die Gewerkschaft fordert, dass Samsung 15 Prozent des Gewinns vor Steuern beiseite legt, um diesen als Teil eines Bonus-Pools an Mitarbeiter auszuschütten, die bisherige Höchstgrenze für Bonuszahlungen soll abgeschafft werden. Wie wir bereits berichtet haben, plant die Gewerkschaft einen 18-tägigen Streik, der vom 21. Mai bis zum 7. Juni dauern soll, und dem sich voraussichtlich mehr als 50.000 Mitarbeiter anschließen werden. Neue Berichte von Seoul Economic Daily und The Korea Herald verdeutlichen, wie teuer dieser Streik Samsung tatsächlich kommen könne.
Denn jeder Tag, an dem die Produktion stillsteht, soll zu einem Verlust von bis zu 3 Billionen Won (ca. 1,7 Milliarden Euro) führen. Die Produktion wird aber weitaus länger als drei Wochen unterbrochen, denn einerseits muss Samsung die Produktion schon fast eine Woche vorher herunterfahren, und andererseits soll es im Anschluss zwei bis drei Wochen dauern, bis die Produktion in voller Kapazität wieder aufgenommen werden kann. Aus diesem Grund werden die Gesamtkosten dieses Streiks mit bis zu 100 Billionen Won (ca. 57,4 Milliarden Euro) geschätzt. Dieser Streik könnte auch die DRAM-Krise weiter verschärfen, da die weltweite DRAM- und NAND-Produktion für mehrere Wochen deutlich reduziert wird.








