Switch 2: Das passiert, wenn man eine 1TB-NVMe-SSD-Festplatte anschließt

Yu, ein Technik-Modder und Kopf hinter dem YouTube-Kanal Better Gaming, hat kürzlich versucht, den Speicher der Nintendo Switch 2 mithilfe einer vollwertigen 1-TB-NVMe-SSD zu erweitern – doch das Ergebnis war nicht ganz wie erhofft. Das Experiment basierte auf einem Open-Source-Adapterdesign von NV&T Labs und sollte den neuen microSD-Express-Slot der Konsole in einen funktionalen M.2-NVMe-2230-SSD-Port umwandeln. Auf dem Papier klingt das plausibel: Die microSD-Express-Schnittstelle der Switch 2 unterstützt PCIe Gen 3 x1 und nutzt das NVMe-Protokoll – genau wie SSDs in modernen PCs.
Die DIY-Lösung bestand darin, einen maßgeschneiderten PCB-Adapter zu bestellen – im Grunde eine passive Brücke, die die Pins des microSD-Express-Slots direkt auf einen M.2-Slot abbildet. Nach aufwendiger Lötarbeit und ein paar gescheiterten Versuchen setzte der Modder schließlich eine Corsair MP600 Mini mit 1 TB ein, formatierte sie auf exFAT und steckte sie in die Switch.
Die Konsole erkannte zwar „etwas“, verweigerte jedoch die Nutzung der SSD als Speichergerät und zeigte die Fehlermeldung "Unable to access microSD card" .
Das Problem: Auch wenn SD-Express-Karten und NVMe-SSDs beide PCIe nutzen, kommunizieren sie unterschiedlich. Die Switch erwartet ein sogenanntes Handshake und eine Protokollverhandlung vom Controller einer SD-Express-Karte – etwas, das eine rohe NVMe-SSD nicht leisten kann. NV&T Labs teilte inzwischen mit, dass zukünftige Adapterversionen einen Mikrocontroller oder ein FPGA enthalten sollen, um dieses initiale Handshake zu simulieren.
Die Erkenntnis: Man kann nicht einfach eine SSD in die Switch 2 stecken und erwarten, dass sie funktioniert. Aber die Grundlagen sind vielversprechend – und sobald das Handshake-Problem gelöst ist, könnte das ein echter Durchbruch für günstige Speichererweiterungen auf Nintendos Next-Gen-Konsole sein.
Das komplette Video mit allen Details gibt es unten.






















