Switch-Hack über QR-Code möglich: Nintendo reagiert mit Firmware-Update

Nintendo fordert Besitzer der Switch-Konsole dringend auf, ein Update auf die Firmware-Version 23.0.0 durchzuführen. Das Unternehmen veröffentlichte eine Mitteilung, nachdem festgestellt wurde, dass das Handheld-Gerät durch einen „entfernungsbasierten Remote-Angriff“ gefährdet war. Die Schwachstelle betrifft QR-Codes, die von der Album-Funktion sowie dem Rennspiel Mario Kart Live: Home Circuit erzeugt werden.
Beim Durchsehen von Screenshots und Gameplay-Clips können Spieler die Inhalte auf ihr Smartphone übertragen. Dabei wird auf der Konsole ein QR-Code angezeigt, den Mobilgeräte scannen, um mit dem Spielsystem zu kommunizieren.

Der Gaming-Riese erklärt, dass der als CVE-2026-82079 identifizierte Hack alternativ zum Diebstahl von Daten führen könnte. Auch Besitzer von Mario Kart Live: Home Circuit könnten betroffen sein. Im Spiel steuert die Konsole die mit einer Kamera ausgestatteten Mario- oder Luigi-Karts durch die Wohnung. Auch hier zeigt das Handheld einen Barcode an, um die drahtlose Verbindung herzustellen.
Für die meisten Nutzer sind die Situationen, in denen der QR-Code-Exploit tatsächlich eine realistische Gefahr darstellt, begrenzt. Spieler ohne Internetverbindung könnten allerdings möglicherweise nicht in der Lage sein, die Firmware ihrer Switch-Konsole zu aktualisieren. Nintendo rät diesen Personen daher davon ab, Album-Medien mit Fremden zu teilen oder die Verbindung zu den Karts in der Nähe unbekannter Personen herzustellen.
Switch 2 ist besser geschützt
Das Unternehmen macht keine Angaben dazu, welche konkreten Folgen die Ausführung nicht autorisierten Codes durch einen Hacker haben könnte. Glücklicherweise ist die Switch 2 nicht von derselben Sicherheitslücke betroffen.
Für das neuere System wurden mit der Firmware 23.0.0 außerdem zahlreiche neue Funktionen hinzugefügt. Kurioserweise können Spieler nun erstmals QR-Codes erstellen, um ihre Miis mit Freunden und Familienmitgliedern zu teilen. Die Änderung, die derzeit die meiste Aufmerksamkeit erhält, betrifft eine Einschränkung im Dock-Modus. Bislang fehlte der Switch 2 die VRR-Kompatibilität bei der Videoausgabe auf Fernsehern. Nun sollten Spieler in unterstützten Spielen weniger Ruckler erleben, wenn die Bildrate schwankt.










