Fazit
Das Tecno Camon 50 Ultra 5G präsentiert sich auf dem diesjährigen MWC in Barcelona als ein interessantes Smartphone, das hochwertige Ausstattungsmerkmale in eine vergleichsweise günstige Preisklasse bringt. Schon auf den ersten Blick fällt das Gehäuse mit seiner Front und Rückseite aus gebogenem Gorilla Glas auf, das dem Gerät eine angenehme Haptik verleiht. Im Inneren arbeitet ein ausdauernder 6.500-mAh-Akku, der im Messealltag problemlos zwei intensive Nutzungstage übersteht, während das helle AMOLED-Display dank eines speziellen Outdoor-Modus auch bei direkter Sonneneinstrahlung sehr gut ablesbar bleibt. Fotografisch ist das Smartphone mit einer 50-MP-Hauptkamera, einem 50-MP-Teleobjektiv und einer 8-MP-Ultraweitwinkelkamera breit aufgestellt. Dabei erweist sich vor allem die KI-gestützte Flash-Snap-Funktion für scharfe Aufnahmen von bewegten Motiven als nützlich. Softwareseitig kommt das auf Android 16 basierende HiOS 16 zum Einsatz, für das drei große System-Updates und fünf Jahre Sicherheits-Patches zugesagt sind. Zwar gibt es bei der Vorserien-Software noch kleinere Übersetzungsfehler auszubessern und das asymmetrische Kameradesign sorgt für ein leichtes Kippeln auf flachen Unterlagen, das Gesamtpaket wirkt jedoch sehr stimmig. Sobald die finalen Preise in den kommenden Tagen feststehen, wird sich zeigen, wie sich das Camon 50 Ultra 5G sowie seine angekündigten Schwestermodelle auf dem Markt positionieren
Preis und Verfügbarkeit
Die neuen Geräte sollen bereits in den nächsten Tagen erhältlich sein. Die finalen Preise wurden bislang leider noch nicht endgültig bestätigt, hier heißt es also noch ein klein wenig abwarten. Neben dem Camon 50 Ultra 5G hat Tecno noch weitere spannende Modelle der neuen Reihe im Messegepäck. So kommt das Camon 50 Pro mit exakt dem gleichen starken Kamera-Setup daher, verzichtet dabei allerdings auf die 5G-Unterstützung. Das Basismodell Camon 50 streicht zusätzlich die Telefotolinse und verabschiedet sich vom schicken Curved-Glas-Design. Die unterschiedlichen Modellreihen bringen zudem jeweils ihre ganz eigene, frische Farbauswahl mit, sodass für jeden Geschmack etwas dabei sein dürfte.
Spezifikationen
Gehäuse und Ausstattung
Für ein günstiges Smartphone macht das Äußere richtig was her und fühlt sich erstaunlich hochwertig an. Front und Rückseite bestehen aus gebogenem Gorilla Glas, was das Gerät durch die geschwungenen Kanten zu einem echten Handschmeichler macht. Der Rahmen ist zwar aus Kunststoff, fügt sich aber nahtlos und stimmig in das tolle Gesamtbild ein. Unser Testgerät in der Farbe Cypress Green sieht einfach klasse aus, alternativ gibt es noch die Versionen in Misty Purple, Luminous Orange, Moonshadow Black und Nebula Titan. Auf der Rückseite fallen direkt die drei in einem Dreieck angeordneten Kameras ins Auge, mit dem Abstandssensor direkt darunter. Der Bereich mit den großen Linsen wird farblich etwas abgesetzt. Einen kleinen Haken hat dieses coole Kameradesign allerdings: Legt man das Smartphone flach auf den Tisch, kippelt es leider ein wenig. Mit rund 180 g ist das Camon 50 Ultra 5G recht leicht, obwohl es einen großen Akku mitbringt. Stereo-Lautsprecher, oben und unten am Rand, sowie eine rote Notification-LED auf der Rückseite runden das Bild ab.
Tecno liefert das Smartphone mit passender Schutzhülle, Ladekabel und Ladegerät. Mit im Lieferumfang enthalten ist außerdem ein Schutzglas für den Bildschirm, das allerdings per UV-Kleber befestigt werden sollte.
Software und Nachhaltigkeit
Unter der Haube werkelt das brandneue HiOS 16, das bereits auf Android 16 basiert. In Sachen Nachhaltigkeit und Langlebigkeit gibt Tecno ein erfreuliches Versprechen ab: Geplant sind drei große Android-Updates sowie bis zu fünf Jahre Sicherheits-Patches. Ein spannendes Herzstück der Software ist Tecnos eigener KI-Assistent Ella. Da das Gerät noch nicht final auf dem Markt ist, gibt es beim Ausprobieren erwartungsgemäß noch ein paar kleine Ecken und Kanten zu glätten. So sorgt die deutsche Übersetzung von HiOS stellenweise für Schmunzler, wenn beispielsweise die Zurück-Schaltfläche kurzerhand mit "Hinden" beschriftet ist. Solche Kleinigkeiten erschließen sich im Menü aber erfreulich schnell. Die smarten Funktionen umfassen praktische Bildbearbeitung, clevere Kalenderzusammenfassungen und vieles mehr, was von modernen KI-Begleitern erwartet wird – allerdings wird für die meisten dieser Features zwingend eine aktive Internetverbindung benötigt. Optisch erinnert das wunderbar aufgeräumte System auf den ersten Blick zwar stark an iOS, verleugnet dabei aber zu keiner Zeit seine Android-Wurzeln und wirkt glücklicherweise nie wie eine schnöde Kopie.
Kameras
Das Kamera-Setup kann sich absolut sehen lassen und bringt ordentlich Spaß im Alltag. Auf der Rückseite arbeiten eine 50-MP-Hauptkamera, ein 50-MP-Teleobjektiv und ein 8-MP-Ultraweitwinkel zusammen, während auf der Front eine starke 50-MP-Linse für detailreiche Selfies sorgt. Die Bildqualität ist gut und das System schlägt sich auch bei unterschiedlichsten Lichtverhältnissen hervorragend. Tecno packt zudem jede Menge cleverer KI-Funktionen mit rein, die das Fotografieren erleichtern. Der Zoom ist bis zu einer fünffachen Vergrößerung brauchbar. Mit etwas KI-Nachhilfe lässt sich sogar ein 60-facher Zoom herauskitzeln, wobei man bei diesen extremen Werten natürlich ein wenig Vorsicht walten lassen sollte. Besonders eindrucksvoll ist die Flash-Snap-Funktion für actionreiche Motive. Damit lassen sich dynamische Szenen knackscharf und komplett ohne Bewegungsunschärfe einfrieren. Das hat im Praxistest richtig begeistert, egal ob bei vorbeirauschenden Autos auf der Autobahn oder direkt am Tecno-Stand bei rasanten Runden auf einer kleinen Carrera-Rennbahn.
Display
Der leuchtstarke AMOLED-Bildschirm strahlt enorm hell eine deutliche Verbesserung im Vergleich zum Camon 40. Selbst hier in der spanischen Sonne in Barcelona bleibt das Display absolut perfekt ablesbar. Es gibt einen speziellen Outdoormodus, der die Helligkeit noch einmal spürbar nach oben schraubt. Erste schnelle Messungen vor Ort deuten auf Werte von fast 1.000 cd/m². Die exakten Messdaten werden in den nächsten Tagen natürlich noch nachgeliefert. Typisch für AMOLED-Panels ist bauartbedingt ein gewisses Bildschirmflackern vorhanden. Die ermittelte Frequenz liegt hier glücklicherweise jenseits von 2.000 Hz, wodurch selbst empfindliche Nutzer im Alltag kaum davon beeinträchtigt werden sollten.
Leistung und Akkulaufzeit
Im Inneren des Camon 50 Ultra 5G verrichtet der Mediatek Dimensity 7400 Ultimate seinen Dienst. Zwar handelt es sich bei dem Mittelklasse-SoC nicht um den allerneuesten Chip auf dem Markt, aber in der Praxis liefert er eine absolut solide Alltagsleistung ab. Das Smartphone reagiert flott und alltägliche Aufgaben gehen flüssig von der Hand. Auch wenn das Gerät damit natürlich keine neuen Benchmark-Rekorde bricht, reicht die Power unter der Haube für ein rundum reibungsloses Nutzererlebnis völlig aus.
Akkulaufzeit
Der üppige 6.500-mAh-Akku des Tecno Camon 50 Ultra 5G hält, was er verspricht. Der intensive Praxistest startete am Sonntag mit vollen 100 Prozent in den Tag – inklusive der Reise zum MWC nach Barcelona, etlichen Fotos vor Ort, Navigation und Surfen im Netz. Am Abend musste das Smartphone nicht einmal an die Steckdose. Erst am Montagabend, nach einem langen und fordernden ersten Messetag, verlangte das Gerät wieder nach Strom.
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.






















