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Tesla bringt den Megacharger ab 2027 nach Europa

Der Tesla Semi wird ab 2027 an flüssigkeitsgekühlten Megachargern mit dem MCS-Steckerstandard geladen (Quelle: Tesla).
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Der Tesla Semi wird ab 2027 an flüssigkeitsgekühlten Megachargern mit dem MCS-Steckerstandard geladen (Quelle: Tesla).
Tesla kündigt den Europa-Start des elektrischen Sattelschleppers Semi für 2027 an und plant parallel dazu den Aufbau von über 100 Megacharger-Ladestationen mit bis zu 1,2 Megawatt Ladeleistung. Durch den Einsatz des neuen MCS-Standards trifft das System auf einen europäischen Markt, in dem Konkurrenten wie MAN, Volvo und Mercedes-Benz gemeinsam an herstellerübergreifenden Megawatt-Ladenetzen arbeiten.

Der US-Hersteller Tesla bereitet den Marktstart des vollelektrischen Schwerlastwagens Semi in Europa für das Jahr 2027 vor. Neben dem Fahrzeug liegt der Fokus auf einer passenden Ladeinfrastruktur für Logistikunternehmen.

Wichtiges im Überblick:

  • Aufbau von über 100 Megacharger-Stationen mit bis zu 1,2 MW Ladeleistung 
  • Übergreifende Nutzung des Branchenstandards Megawatt Charging System (MCS) 
  • Europäische Konkurreten wie CharIN, arbeiten ebenfalls an eigenen Ladenetzen

Tesla Megacharger: Ladeinfrastruktur für den Schwerlastverkehr

Für den Europa-Start des Semi (zum Artikel) setzt Tesla auf den Aufbau eines eigenen Netzes mit mehr als 100 Megachargern. Diese erreichen eine Spitzenleistung von bis zu 1,2 Megawatt und laden den Tesla Semi in rund 30 Minuten auf etwa 70 Prozent Kapazität. Zur Reduzierung der Hitzeentwicklung bei Strömen über 1.000 Ampere werden Kabel und Stecker flüssigkeitsgekühlt.

Ergänzend kommen Megapack-Pufferspeicher zum Einsatz, um das lokale Stromnetz vor Spitzenlasten zu schützen. Der Elektro-Sattelschlepper wird vorerst als „Standard Range“-Variante mit 550 Kilometern Reichweite ausgeliefert. Der Verbrauch soll bei rund 1 kWh pro Kilometer liegen. Gewerbliche Kunden, wie Spediteure können die Ladeinfrastruktur alternativ selbst erwerben: Zwei Megacharger kosten laut Tesla-Website (zur Shopseite) 163.000 Euro, ein 120-kW-Base-Charger 17.000 Euro.

MCS-Standardisierung und europäische Alternativen im Wettbewerb

Tesla nutzt für seine Megacharger den herstellerübergreifenden Standard Megawatt Charging System (MCS), der theoretisch Ladeleistungen von bis zu 3,75 Megawatt erlaubt. Damit ist das System im Prinzip auch mit Modellen anderer Marken kompatibel. Der europäische Branchenverband CharIN treibt die Standardisierung gemeinsam mit Herstellern wie ABB, Siemens, Alpitronic und Kempower voran.

E-LKW-Hersteller wie MAN, Volvo Trucks, Scania und Mercedes-Benz Trucks verbauen bereits entsprechende MCS-Anschlüsse. Parallel dazu baut das Joint Venture Milence – zusammengeschlossen aus der Volvo Group, Daimler Truck und Traton – ein eigenes europäisches Ladenetz für Schwerlastfahrzeuge auf. Ausrüster wie Siemens und ABB haben in Pilotprojekten ebenfalls bereits Ladesysteme mit über 1.000 kW Leistung im Realbetrieb demonstriert.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > Tesla bringt den Megacharger ab 2027 nach Europa
Autor: Andreas Jakobi, 16.09.2026 (Update: 16.09.2026)