Trotz Boykott-Plänen: Sony hält am umstrittenen Disc-Aus fest

Sony hatte Anfang Juni angekündigt, die Produktion physischer Spieler ab Janaur 2028 einzustellen. Die Community ist davon alles andere als begeistert – unter anderem wegen fehlender Besitzrechte, dem Wegfall von gebrauchten Spielen und der stärkeren Bindung an den PlayStation Store. Um Sony zum Umdenken zu bewegen, planen PlayStation-Spieler im August sogar eine groß angelegte Boykott-Aktion. Sony lässt sich davon aber offenbar nicht beeindrucken.
Wie unter anderem Kotaku berichtet, wurde Finanzchefin Lin Tao bei der Vorstellung der aktuellen Geschäftszahlen auf die anhaltende Kritik angesprochen und äußerte sich dazu wie folgt:
„Wir haben uns viele Gedanken gemacht und viel Zeit darauf verwendet, wir haben dies sorgfältig abgewogen, sind zu diesem Ergebnis gekommen und werden nun behutsam die nächsten Schritte einleiten.“
Ganz kalt lässt der Gegenwind Sony allerdings nicht. Tao räumt ein, dass Spiele für viele Menschen mit Emotionen und persönlichen Erinnerungen verbunden seien. Der Konzern habe die zahlreichen Meinungen aus der Community wahrgenommen und wolle weiter prüfen, wie man diese künftig in das digitale Ökosystem einbinden könne. Was das konkret bedeutet, bleibt aber offen. Eine Rückkehr zur Disc stellt sie jedenfalls nicht in Aussicht.
Reddit-Community hält ebenfalls an Plänen fest
Während Sony trotz Kritik offenbar an seinen Plänen festzuhalten scheint, tun Fans es dem Konzern gleich – und bleiben bei ihren Plänen, weitgehend Abstand vom PlayStation-Ökosystem zu nehmen. Viele Nutzer auf Reddit erklären, dass die PS5 (derzeit 610 Euro auf Amazon) ihre letzte Sony-Konsole bleiben wird. Das lässt vermuten, dass die Boykottaktion der Community wie geplant ab dem 23. August stattfinden wird. Einige Fans äußern jedoch die Befürchtung, dass erst schwache Verkaufszahlen der PlayStation 6 Sony zu Umdenken bewegen können.














