Durch einen Riss in der Cockpitscheibe musste ein United-Airlines-Flug (Denver - Los Angeles) nach Salt Lake City umgeleitet werden musste. Der Vorfall ereignete sich in etwa 11.000 Metern Höhe über Utah und wird derzeit von der US-amerikanischen Transportsicherheitsbehörde (NTSB) untersucht. Nur der Flugkapitän wurde verletzt.
Ein Riss im Cockpitfenster und ein knappes Entkommen
Im Internet kursierende Fotos zeigen einen Bruch in der oberen rechten Ecke der Cockpitscheibe des Flugzeugs – ein Hinweis auf eine Kollision mit einem Objekt bei hoher Geschwindigkeit. Weitere Aufnahmen zeigen, dass der Flugkapitän leichte Schnittverletzungen durch Glassplitter erlitt. Dennoch kam es bei der Boeing 737 Max von United Airlines nicht zu einem Druckverlust in der Kabine, da die Cockpitscheibe aus mehrschichtig laminiertem Glas besteht.
Die NTSB hat auf X bestätigt, dass sie „Radar-, Wetter- und Luftfahrtberichte sammelt“. Die Bundesbehörde hat die beschädigte Scheibe zur mikroskopischen und strukturellen Analyse erhalten.
Könnte das Objekt aus dem Weltraum stammen?
Während der Pilot das Objekt als Weltraumschrott bezeichnet hat, gehen die Ermittler mehreren Möglichkeiten nach:
- Meteorit: Das ist die wahrscheinlichste Ursache. Täglich dringen Tausende winziger Fragmente aus dem All in die Erdatmosphäre ein. Aufgrund ihrer enormen Geschwindigkeit können sie beim Aufprall auf Materialien wie Glas erhebliche Schäden verursachen.
- Weltraumschrott: Diese Variante ist zwar seltener, aber möglich. Überreste ausrangierter Satelliten oder verbrauchter Raketenstufen können in die Erdatmosphäre zurückkehren und beim Auftreffen auf ein Flugzeug lokal begrenzte Schäden anrichten.
- Wetterballons oder Sonden: Manche Ballons steigen sehr hoch in die Atmosphäre auf. Da sie jedoch meist aus leichtem Material bestehen, ist es unwahrscheinlich, dass sie eine verstärkte Cockpitscheibe beschädigen.
- Hagel oder Eiskristalle: Auch das ist denkbar, lässt sich durch eine Überprüfung der aufgezeichneten Wetterbedingungen während des Flugs aber leicht ausschließen.
Wie geht es weiter?
Wie bereits erwähnt, wird die NTSB das beschädigte Glas untersuchen und mikroskopische Rückstände analysieren. Sollte sich herausstellen, dass es sich um einen Meteor handelt, würde das Ereignis als einer der seltenen bekannten Fälle gelten, in denen ein Verkehrsflugzeug von einem natürlichen außerirdischen Objekt getroffen wurde.







