Unter Wasser „sehen“ in Echtzeit: Garmin bringt LiveScope 2

Bei meinen letzten Angelausflügen waren Echolote noch eher seltene Geräte mit kleinen, meist monochromen Displays. Inzwischen hat sich die Technik deutlich weiterentwickelt: Moderne Systeme bieten hochauflösende Farbdarstellungen und zahlreiche Zusatzfunktionen – auch Garmin ist in diesem Bereich aktiv. Mit dem LiveScope 2 stellt der vor allem für seine Smartwatches bekannte Hersteller ein aktuelles Echolot vor. Das Grundprinzip solcher Geräte ist vergleichsweise einfach: Sie senden Ultraschallwellen aus, die von Objekten unter Wasser reflektiert werden. Aus den zurückkehrenden Signalen wird ein Bild der Unterwasserumgebung berechnet. Im Idealfall lassen sich so Fischschwärme lokalisieren oder Hindernisse erkennen, die sonst im ungünstigsten Fall die Montage kosten können.
Das Echolot des LiveScope 2 ist dabei eher für den Einsatz auf Booten konzipiert und ist auf eine Stromversorgung mit einer Spannung von zwischen 10 und 35 Volt angewiesen. Die Leistungsaufnahme wird mit 32 Watt angegeben. Die Bedeutung der technischen Daten ergibt sich für mit dem Thema vertraute Personen wahrscheinlich nicht intuitiv. So wird die Echotrennung und damit die Auflösung mit 32 Zentimetern angegeben, wenn die Objekte 30 Meter von dem Echolotkopf (Geber) entfernt sind. Das bedeutet näherungsweise, dass zwei Objekte mindestens 32 Zentimeter auseinanderliegen müssen, damit diese noch als zwei unterschiedliche Objekte erkannt werden. Die Live-Ansicht soll sich mit einer Reichweite von 38 Metern sinnvoll nutzen lassen, wobei die konkret erreichbare Reichweite auch etwa von der Dichte des Wassers und damit Temperatur und Salzgehalt abhängen dürfte. Beim ab dem 10. Juli für 2.230 Euro bestellbaren LiveScope 2 HD handelt es sich nur um das Echolot mit Zubehör, also um den Sensor. Für die Anzeige muss ein kompatibler Kartenplotter genutzt werden. Günstigere All-in-One-Lösungen gibt es beispielsweise über Amazon.












