Webb zeigt einzigartige Details der Sternfabrik W51

Seit vielen Jahren machen Astronomen immer wieder neue Entdeckungen im Universum, etwa diesen Exoplaneten, der einen roten Zwerg umkreist. Mit dem Einsatz neuer Instrumente lassen sich inzwischen jedoch auch bei bereits bekannten Weltraumstrukturen neue Erkenntnisse gewinnen.
Genau das hat ein Astronomenteam aus Florida mithilfe des James-Webb-Weltraumteleskops getan. Die Forscher haben die Sternfabrik W51, auch Westerhout 51 genannt, aufgenommen, eine der größten Strukturen dieser Art in unserer Galaxie.
Mithilfe der Infrarottechnologie des Teleskops konnten die Astronomen ins Innere von W51 blicken und dabei feststellen, dass sich ihre Sterne vor etwa einer Million Jahren gebildet haben. Darüber hinaus beobachteten sie auch sehr junge Sterne, die zuvor unsichtbar gewesen waren.
Der Staub, der diese Region des Universums umgibt, blockiert nämlich das Licht dieser Himmelskörper und macht sie für ältere Teleskope unsichtbar, wie Adam Ginsburg, Professor an der University of Florida, erklärt:
Mit optischen und bodengebundenen Infrarot-Teleskopen können wir nicht durch den Staub hindurchsehen, um die jungen Sterne zu erkennen. Jetzt können wir es.

Doch das ist noch nicht alles, denn laut Astronomen zeigen diese neuen Aufnahmen auch gewaltige Stoßwellen, die von protostellaren Jets verursacht werden, sowie riesige Gasblasen. Weitere Untersuchungen könnten Astronomen daher helfen, die Sternentstehung und ihre einzelnen Phasen besser zu verstehen. Trotz der einzigartigen Details, die dieses Bild offenbart, bleiben viele weitere Sterne unsichtbar und müssen mit Radiobeobachtungen untersucht werden.









