NASA's Webb-Weltraumteleskop zeigt neues Bild eines Nebels um einen sterbenden Stern

Der „Exposed Cranium“-Nebel (zu Deutsch etwa: „Offengelegter Schädel“-Nebel), auch bekannt als PMR 1, wurde im Jahr 2000 entdeckt und befindet sich etwa 5.000 Lichtjahre von der Erde entfernt. Diese aus Staub und Gas bestehende Struktur gilt als äußerst rätselhaft.
Kürzlich veröffentlichte die NASA Aufnahmen des James-Webb-Weltraumteleskops (JWST), die sein außergewöhnliches Erscheinungsbild hervorheben. Dank der Instrumente des Teleskops, darunter die NIRCam (Nahinfrarotkamera) und das MIRI (Mittlerinfrarot-Instrument), wird Sichtbares offenbart, das zuvor im Verborgenen lag.

In dem kombinierten Bild beider Instrumente lassen sich die verschiedenen Phasen der Evolution des Nebels erkennen. Während die äußere Gashülle aus Wasserstoff besteht, zeigt sich im Zentrum eine innere Wolke mit einer deutlich höheren Gaskonzentration. Zudem sind in der Mitte der Struktur zwei dunkle, zwillingsartige Jets sichtbar, die vermutlich durch den Zentralstern verursacht werden.
Was den Stern betrifft, der diesen Nebel hervorgebracht hat, bleibt dessen Ursprung ein Mysterium. Astronomen wissen zwar, dass sich dieses Himmelsobjekt am Ende seines Lebenszyklus befindet, doch seine exakte Masse ist unbekannt. Mit anderen Worten: Sein Schicksal ist ungewiss. Er könnte in einer Supernova explodieren oder, falls seine Masse dafür zu gering ist, als Weißer Zwerg enden.
Angesichts dieser neuen Aufnahmen dürfte das Interesse der Astronomie an diesem Nebel jedoch massiv steigen. Weitere Forschungen könnten dazu beitragen, die verbleibenden Geheimnisse zu entschlüsseln und ein besseres Verständnis für diese Phänomene zu schaffen.
Quelle(n)
Bildquelle: NASA, ESA, CSA, STScI; Bildbearbeitung: Joseph DePasquale (STScI)









