Im Herzen der Milchstraße könnte ein Pulsar mit 122 Umdrehungen pro Sekunde existieren

Obwohl Wissenschaftler die Milchstraße bereits seit vielen Jahren untersuchen, sind einige Teile unserer Galaxie noch immer sehr rätselhaft. Tatsächlich gelang es Astronomen im Jahr 2022, das erste Bild ihres supermassereichen Schwarzen Lochs namens Sagittarius A* aufzunehmen. Ganz in der Nähe könnte sich zudem einen Pulsar mit einem extrem starken Magnetfeld befinden.
Zur Erinnerung: Pulsare sind Neutronensterne, die sich mit halsbrecherischer Geschwindigkeit drehen. Ein Beispiel ist PSR J1748-2446ad, ein etwa 18.000 Lichtjahre entfernter Pulsar, der sich 716 Mal pro Sekunde um die eigene Achse dreht und damit der schnellste jemals entdeckte ist. Seine Masse entspricht dem Doppelten der Sonne, konzentriert auf einen Durchmesser von gerade einmal 19 Kilometern. Nachweisbar ist er durch die Strahlen elektromagnetischer Strahlung, die von seinen Polen ausgehen.

Zwischen 2021 und 2023 führten Forscher des Programms Breakthrough Listen Untersuchungen mit dem Green Bank Telescope (GBT) durch und entdeckten dabei einen Pulsar, der sich etwa 122 Mal pro Sekunde dreht. Die Wissenschaftler waren jedoch überrascht, nur so wenige Pulsare zu finden, wie Karen Perez erklärt:
Eigentlich hätten wir etwa zehn Prozent der Millisekunden-Pulsare und fünfzig Prozent der klassischen, langsamen Pulsare erfassen müssen – vorausgesetzt, die Pulsar-Population im galaktischen Zentrum ähnelt der im restlichen Teil der Milchstraße. Trotz dieser hohen Messgenauigkeit haben wir nur einen einzigen Kandidaten entdeckt: den sogenannten Breakthrough Listen Pulsar (BLPSR), der weiterhin aktiv untersucht wird.
Diese Entdeckung muss jedoch noch validiert werden. Hierfür sind neue Beobachtungen nötig, insbesondere mit Hilfe des Very Large Array (ngVLA) und des Square Kilometre Array (SKA) Teleskops. Sollte seine Existenz bestätigt werden, wird dies Astronomen helfen, unsere Galaxie und andere Galaxien im Universum besser zu verstehen.








