NASA: Astronomen entdecken 118 neue Exoplaneten mithilfe von KI und dem TESS-Satelliten

KI kann ein mächtiges Werkzeug für Astronomen sein, insbesondere bei der Entdeckung neuer Welten im Universum. Dies zeigt sich bei RAVEN, einem KI-System, das in der Lage ist, Daten des TESS-Satelliten zu analysieren und neue Exoplaneten aufzuspüren.
Laut einer in den Monthly Notices of the Royal Astronomical Society veröffentlichten Studie sind die Ergebnisse vielversprechend. Dr. Marina Lafarga Magro, Forscherin an der University of Warwick, erklärt, dass bereits mehr als 100 Exoplaneten validiert wurden:
Mithilfe unserer neu entwickelten RAVEN-Pipeline konnten wir 118 neue Planeten und über 2.000 hochwertige Planetenkandidaten validieren, von denen fast 1.000 völlig neu sind.
Das System erkennt jedoch nur Exoplaneten mit einer Umlaufdauer von unter 16 Tagen. Dabei wurden verschiedene Typen identifiziert, darunter Multiplanetensysteme, Planeten in der „neptunischen Wüste“ und solche mit extrem kurzen Umlaufzeiten.

Die KI kann somit präzise zwischen einem echten Exoplaneten, der das Licht seines Sterns abschwächt, und einem fernen Objekt unterscheiden, das dasselbe Phänomen verursacht. Das ist jedoch noch nicht alles: Das System kann mehrere Aufgaben gleichzeitig erledigen – ein entscheidender Vorteil bei der Suche nach neuen Welten, wie Dr. David Armstrong, außerordentlicher Professor an der University of Warwick, erläutert:
RAVEN ermöglicht es uns, enorme Datensätze konsistent und objektiv zu analysieren. Da die Pipeline umfassend getestet und sorgfältig validiert wurde, handelt es sich nicht bloß um eine Liste potenzieller Planeten. Die Daten sind zuverlässig genug, um als Stichprobe zu dienen, mit der wir die Häufigkeit verschiedener Planetentypen um sonnenähnliche Sterne kartieren können.
Schließlich könnte diese KI auch dazu beitragen, eines der größten Rätsel zu lösen: die Frage, ob wir allein im Universum sind. Da immer mehr Exoplaneten entdeckt werden, könnten sich einige davon in der bewohnbaren Zone ihres Sterns befinden – so wie diese 45 Exoplaneten.








