Xperia 10 VIII: Doppelt hält dichter

Beim Xperia 10 VIII macht Sony ungewöhnlich genaue Angaben zum Schutz gegen Staub und Wasser. Statt lediglich mit IP68 zu werben, nennt der Hersteller drei separate Klassifizierungen: IP6X, IPX5 und IPX8.
IP6X beschreibt ausschließlich den Schutz gegen Fremdkörper. Die 6 steht dabei für Staubdichtigkeit und markiert die höchste Schutzstufe in dieser Kategorie. Das X bedeutet nicht, dass kein Schutz vorhanden ist, sondern dass die jeweils andere Eigenschaft in diesem IP-Code nicht angegeben wird.
Beim Wasser führt Sony gleich zwei Prüfungen auf. IPX5 bescheinigt Schutz gegen Strahlwasser aus allen Richtungen. IPX8 steht dagegen für Schutz bei dauerhaftem Untertauchen unter Bedingungen, die der Hersteller genauer festlegt. Sony gibt für das Xperia 10 VIII eine Prüfung in 1,5 Meter tiefem Süßwasser über 30 Minuten an.
Warum zwei Angaben zum Wasserschutz? Die IP-Schutzarten bauen bei Wasser nicht zwangsläufig aufeinander auf. Ein nach IPX8 geprüftes Gerät hat deshalb nicht automatisch auch die separate Prüfung nach IPX5 bestanden. Genau diese Information geht verloren, wenn ein Hersteller lediglich IP68 nennt. Für den Alltag ist IPX5 durchaus relevant. Regen, Spritz- oder Strahlwasser dürften wesentlich häufiger vorkommen als ein vollständig untergetauchtes Smartphone. Sony zeigt mit der getrennten Ausweisung also genauer, welchen Belastungen das Xperia 10 VIII (hier bei Amazon kaufen) nachweislich standhalten soll. Einen Freibrief fürs Schwimmbad gibt es dennoch nicht. Sony warnt unter anderem vor Meer-, Salz- und Chlorwasser sowie anderen Flüssigkeiten als Süßwasser. Außerdem müssen sämtliche Abdeckungen korrekt geschlossen sein.
Andere Hersteller könnten sich deshalb weniger am Schutz selbst als an dessen transparenter Kommunikation ein Beispiel nehmen. IP6X, IPX5 und IPX8 sagen schlicht genauer, was tatsächlich geprüft wurde, als ein einzelnes IP68 auf dem Datenblatt.




