Notebookcheck

Zenit und Leica stellen Vollformat-Messsucher-Kamera vor

Die Zenit M ist eine Leica M (Typ 240) in neuem Design. (Bild: PetaPixel)
Die Zenit M ist eine Leica M (Typ 240) in neuem Design. (Bild: PetaPixel)
Die erste digitale Vollformat-Messsucher-Kamera, die nicht aus dem Hause Leica kommt: Zenit stellt eine neue-Kamera vor, die auf einen Messsucher setzt. Zu jeder Kamera gibt es auch gleich ein 35mm f/1 Objektiv, welches vollständig in Russland entwickelt und gefertigt wird.

Die Photokina hält wie üblich einige Überraschungen bereit. Historisch für den Fotografie-Markt besonders relevant könnte die Vorstellung der Zenit M sein. Denn bisher gab es digitale Kameras mit einem Messsucher und Vollformat-Sensor nur von Leica. 

Historisch gesehen waren Kameras mit Messsucher einst weit verbreitet. In den 60er-Jahren wurden diese von den meisten großen Herstellern, unter anderem von Canon und Nikon, hergestellt. Nach dem Aufstieg der Spiegelreflexkamera schrumpfte der Markt für das "alte" System, sodass viele Unternehmen sich auf die neue Technologie konzentrierten. 

Den Umstieg ins digitale Zeitalter hat neben Leica nur Epson geschafft, wobei dort auch nach einem Modell mit kleinerem Sensor aus dem Jahre 2004 Schluss war. 2012 wurde die Produktion der Zeiss Ikon ebenfalls eingestellt, sodass es für Fans des Systems abseits des Gebrauchtmarktes keine Alternative zu Leica gab, weder digital noch analog.

Das russische Unternehmen Zenit wagt nun den Schritt und zeigt auf der Photokina eine digitale Messsucher-Kamera mit Vollformat-Sensor. So ganz neu ist die Kamera aber doch nicht: Das Gehäuse und die Technik im Inneren basieren auf der Leica M (Typ 240). Nach ersten Informationen wird die Kamera wohl auch in Wetzlar durch Leica gefertigt. Immerhin das Gehäuse wurde leicht umgestaltet.

Zenit hat sich zwar nicht weiter zur Technik geäußert, man darf allerdings davon ausgehen, dass der Sucher, der 24 MP Sensor und alle weiteren Funktionen der Leica M (Typ 240) entsprechen. Auch der Preis kommt dem sehr nahe: Während Leicas Modell mittlerweile für knapp unter 5.000 Euro zu haben ist, soll die Zenit M dasselbe kosten, allerdings wird Letztere mit einem Objektiv geliefert.

Dieses könnte für Fotografen durchaus interessant sein: Es handelt sich dabei um ein besonders lichtstarkes 35mm f/1 Objektiv. Ohne Beispielbilder lässt sich die Qualität nicht einschätzen. Wenn es sich als gut herausstellt relativiert sich der Preis des Kits aber entsprechend, womit die Zenit M zu einer denkbaren Alternative zu Leicas "günstiger" Messsucher-Kamera werden könnte.

Die Zenit M wird in Europa ab Dezember 2018 erhältlich sein. Der Preis im Kit mit dem 35mm f/1 Objektiv steht noch nicht exakt fest, er soll sich aber im Bereich zwischen 4.000 und 5.500 Euro bewegen.

Die neue Zenit M. (Bild: The Phoblographer)
Die neue Zenit M. (Bild: The Phoblographer)
Die neue Zenit M. (Bild: The Phoblographer)
Die neue Zenit M. (Bild: The Phoblographer)
Die neue Zenit M. (Bild: The Phoblographer)
Die neue Zenit M. (Bild: The Phoblographer)

Quelle(n)

static version load dynamic
Loading Comments
Diesen Artikel kommentieren / Antworten
Teilen Sie diesen Artikel um uns zu unterstützen. Jeder Link hilft!
> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2018-09 > Zenit und Leica stellen Vollformat-Messsucher-Kamera vor
Autor: Hannes Brecher, 27.09.2018 (Update: 27.09.2018)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.