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200-Dollar-Prototyp einer PS1-inspirierten FPGA-Konsole verzichtet auf Analogausgänge und Dock-Unterstützung – fast 20 % günstiger als aktuelle Modelle

Transparenter Prototyp der SuperStation One Lite für 200 US-Dollar (rund 178 Euro) mit sichtbarer Platine.
ⓘ Taki Udon via X
Retro Remake hat einen Prototyp der SuperStation One Lite für 200 US-Dollar (rund 178 Euro) entwickelt, der ohne analoge Videoausgänge und SuperDock-Unterstützung auskommt.
Ein 200 US-Dollar teurer Prototyp der PS1-inspirierten SuperStation One verzichtet auf analoge Videoausgänge und die Unterstützung für das SuperDock, während der Stromverbrauch um 2 bis 3 Watt sinkt. Ob die günstigere FPGA-Konsole tatsächlich in Produktion gehen wird, hat Retro Remake allerdings noch nicht angekündigt.

Retro Remake hat mit einer günstigeren Version seiner PS1-inspirierten SuperStation One experimentiert und einen Prototyp vorgestellt, der als 200 US-Dollar (rund 178 Euro) teure Alternative zur bestehenden FPGA-Konsole konzipiert wurde.

Taki Udon hat den Prototyp am 7. Oktober präsentiert und erklärt, dass dieser bereits im Vormonat als „200-Dollar-Version der SS1 Lite“ entwickelt worden sei. Der Prototyp verzichtet auf zwei Funktionen der regulären SuperStation One: analoge Videoausgänge und die Unterstützung für das SuperDock.

Laut Taki verbraucht der Prototyp außerdem 2 bis 3 Watt weniger Strom als das reguläre Modell. Darüber hinaus bezeichnet er die Luftzirkulation als „fantastisch“.

Damit geht das Experiment über eine rein optische Überarbeitung hinaus. Es soll zeigen, auf wie viele der speziell für Retro-Enthusiasten vorgesehenen Anschlussmöglichkeiten der SuperStation One verzichtet werden kann, um eine günstigere und energieeffizientere Version der Hardware zu entwickeln.

49 US-Dollar günstiger, aber mit spürbaren Einschränkungen

Der angestrebte Preis von 200 US-Dollar liegt 49 US-Dollar unter den 249 US-Dollar (rund 222 Euro), die für aktuelle Varianten der SuperStation One verlangt werden. Dazu gehört auch die Transparent Collection, deren Vorbestellungsphase am 7. Oktober begonnen hat.

Gegenüber dem Preis von 249 US-Dollar entspricht das einer möglichen Ersparnis von knapp 20 Prozent. Allerdings hat Retro Remake den Lite-Prototyp bislang weder als kommerzielles Produkt angekündigt noch bestätigt, dass der spätere Verkaufspreis tatsächlich bei 200 US-Dollar liegen würde.

Gerade bei einer auf Retro-Gaming ausgelegten Konsole ist der Verzicht auf analoge Videoausgänge von Bedeutung. Die reguläre SuperStation One bietet neben HDMI auch VGA-, DIN10-, Composite-/Cinch- und Komponenten-Videoausgänge. Dadurch lässt sie sich sowohl mit modernen Bildschirmen als auch mit Röhrenfernsehern verwenden.

Die reguläre SuperStation One bietet neben HDMI mehrere dedizierte analoge Videoausgänge, darunter VGA und DIN10, die beim 200-Dollar-Lite-Prototyp fehlen.

Auch die Kompatibilität mit dem SuperDock fällt bewusst weg. Die reguläre SuperStation One verfügt über einen I/O-Erweiterungssteckplatz für das SuperDock. Laut Retro Remake erweitert das Zubehör die Plattform um die Unterstützung für Discs sowie zusätzliche Ein- und Ausgänge.

Ein auf diesem Prototyp basierendes Lite-Modell würde somit einen Teil der Flexibilität der regulären Konsole zugunsten eines niedrigeren Zielpreises und eines geringeren Stromverbrauchs aufgeben.

Ein Prototyp, keine Ankündigung einer 200-Dollar-Konsole

Zwischen dem Prototyp und der Markteinführung einer neuen Konsole besteht ein wichtiger Unterschied.

Taki erklärt, dass Retro Remake die 200-Dollar-Lite-Version bereits im vergangenen Monat als Prototyp entwickelt habe. Eine Ankündigung, dass diese Konfiguration tatsächlich in Produktion gehen wird, gibt es bislang jedoch nicht. Ebenso unklar ist, ob „SS1 Lite“ der endgültige Produktname wäre, ob der Preis von 200 US-Dollar auch im Handel gelten würde oder ob sich die technischen Daten vor einer möglichen Veröffentlichung noch ändern könnten.

Das Experiment fällt dennoch in eine geschäftige Phase für die SuperStation One. Retro Remake listet sowohl die Transparent Collection als auch die Modelle der fünften Charge derzeit für 249 US-Dollar (rund 222 Euro).

Die ersten Exemplare der SuperStation One erreichten ihre Käufer Ende 2025, nachdem die Konsole eine schwierige Entwicklungsphase durchlaufen hatte. Später wurde zudem ein Konsolenmodus für die FPGA-Konsole SuperStation eingeführt.

Vorerst bleibt die Lite-Version also ein Experiment. Der Prototyp vermittelt allerdings bereits einen recht konkreten Eindruck davon, welche Kompromisse Retro Remake in Betracht zieht, um den Preis der SuperStation One von 249 US-Dollar in Richtung der 200-Dollar-Marke zu senken.

Die reguläre SuperStation One lässt sich auch aus Deutschland über den offiziellen Herstellershop bestellen, wobei zuzüglich zum Verkaufspreis in Höhe von 249 US-Dollar Versandkosten und Zollgebühren anfallen können. Bei früheren Lieferungen kam es allerdings vereinzelt zu Problemen mit dem deutschen Zoll.

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Autor: Louise Burke,  8.10.2026 (Update:  8.10.2026)