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Steam Deck: Neue Speichertechnik verspricht enorme Vorteile – doch es gibt ein Problem

Neue Linux-Technologie erreicht beeindruckende Geschwindigkeiten bei Speicherzugriffen, doch das aktuelle Steam Deck kann davon nicht profitieren.
ⓘ Marc Herter für Notebookcheck
Neue Linux-Technologie erreicht beeindruckende Geschwindigkeiten bei Speicherzugriffen, doch das aktuelle Steam Deck kann davon nicht profitieren.
Eine neue Linux-Technologie erreicht in ersten Benchmarks beeindruckende Geschwindigkeiten und könnte auch für das Steam Deck interessant sein. Allerdings gibt es einen entscheidenden Haken, der die Hoffnungen auf mehr Gaming-Leistung vorerst ausbremst.

Eine neue Linux-Technologie namens CRAM (Compressed RAM) verspricht mehr Leistung durch einen effizienteren Umgang mit Arbeitsspeicher. Sie wird von Ingenieuren des Facebook-Mutterkonzerns Meta entwickelt und wurde am 5. Oktober auf der Linux Plumbers Conference in Prag vorgestellt. Das Prinzip: Daten werden komprimiert, sodass mehr davon in den vorhandenen Arbeitsspeicher passen. Anders als bei bisherigen Lösungen wie ZRAM oder Zswap können komprimierte Daten aber direkt gelesen werden, ohne sie zuvor wieder in den normalen Arbeitsspeicher zurückkopieren zu müssen. Wichtig: Die vorgestellte Umsetzung setzt dafür auf spezielle Speicherhardware, welche die Daten beim Lesen automatisch entpackt.

Einen Vorgeschmack darauf, wie groß der Geschwindigkeitsvorteil ausfallen kann, liefern erste Benchmarks. Bei rein lesenden Speicherzugriffen erreicht CRAM nahezu das Tempo von unkomprimiertem Arbeitsspeicher und ist im Test bis zu 452-mal schneller als ZRAM. Werden zusätzlich Daten geschrieben, schrumpft der Vorsprung allerdings drastisch. Bei einem Schreibanteil von 20 Prozent liegt CRAM aber immer noch um den Faktor 5,4 vorn. Wichtig zu betonen ist allerdings, dass es sich hierbei um spezielle Speichertests handelt, aus denen sich nicht zwangsläufig eine höhere Gaming-Leistung ableiten lässt. 

Bei reinen Lesezugriffen erreicht CRAM beinahe die Geschwindigkeit von unkomprimiertem Arbeitsspeicher.
Bei reinen Lesezugriffen erreicht CRAM beinahe die Geschwindigkeit von unkomprimiertem Arbeitsspeicher.
Auch bei Schreibzugriffen ist CRAM schneller als ZRAM, allerdings nimmt der Vorsprung mit steigender Schreiblast deutlich ab.
Auch bei Schreibzugriffen ist CRAM schneller als ZRAM, allerdings nimmt der Vorsprung mit steigender Schreiblast deutlich ab.

Was bedeutet CRAM für das Steam Deck?

Da auch das Steam Deck (derzeit 780 Euro auf Amazon) auf Linux basiert, könnte die neue Technologie grundsätzlich für Valves Handheld interessant sein. Immerhin stehen dem Gerät nur 16 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung, die sich CPU und GPU teilen müssen. Wenn sich dieser effizienter nutzen ließe, könnten womöglich auch speicherhungrige Spiele davon profitieren. Auf Reddit wird CRAM deshalb bereits eifrig diskutiert.

Einige Nutzer hoffen, dass CRAM dem Steam Deck kürzere Ladezeiten bescheren oder Spiele künftig mit weniger Arbeitsspeicher auskommen könnten. Ob solche Verbesserungen tatsächlich möglich wären, ist allerdings unklar. Zudem gibt es noch einen anderen Haken: Wie mehrere Nutzer anmerken, fehlt dem Steam Deck die spezielle Hardware, auf der die vorgestellte CRAM-Umsetzung basiert. Ein einfaches SteamOS-Update reicht also nicht aus.

Ganz vom Tisch ist die Technologie für das Steam Deck aber nicht. Einige Redditoren halten es für denkbar, dass CRAM – insofern sich die Technologie zum einem gängigen Standard entwickelt – in einem möglichen Steam Deck 2 zum Einsatz kommen könnte. Ob die erhofften Leistungsverbesserungen dann auch tatsächlich eintreten, bleibt aber fraglich. Wie einige Nutzer anmerken, sei bei vielen Spielen immerhin nicht der Arbeitsspeicher, sondern eher die CPU oder GPU der limitierende Faktor.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-10 > Steam Deck: Neue Speichertechnik verspricht enorme Vorteile – doch es gibt ein Problem
Autor: Marius Müller,  8.10.2026 (Update:  8.10.2026)