Äußere Ringe des Uranus haben unterschiedliche Ursprünge

Der Uranus wird seit vielen Jahrhunderten beobachtet und ist 1781 als Planet eingestuft worden. Dennoch birgt dieser Himmelskörper noch immer viele Rätsel, etwa seine Ringe, die 1977 entdeckt worden sind. Zu diesem Thema deutet eine neue Studie darauf hin, dass diese beiden äußeren Ringe unterschiedliche Ursprünge haben.
Tatsächlich sind die μ- und ν-Ringe, auch als Mu und Nu bekannt, blau und rot. Diese Farbunterschiede dürften auf eine unterschiedliche Zusammensetzung zurückzuführen sein. Laut Astronomen der University of California, Berkeley, besteht der μ-Ring hauptsächlich aus Wassereis, während der ν-Ring aus Gestein mit etwa 10 bis 15 Prozent Kohlenstoff besteht.

Folglich deutet auf Basis der Beobachtungen des James-Webb-Weltraumteleskops und des Hubble-Weltraumteleskops alles darauf hin, dass der Mond Mab, der nur 12 Kilometer im Durchmesser misst, die Quelle des μ-Rings ist. Diese Entdeckung ist durchaus bedeutsam, denn sie bestätigt auch, dass Mab aus Wassereis besteht. Beim anderen äußeren Ring stellt sich die Lage jedoch ganz anders dar, wie Imke de Pater, Professorin an der University of California, erklärt:
Im Gegensatz dazu stammt das Material des ν-Rings von Mikrometeoriteneinschlägen auf und Kollisionen zwischen bisher nicht entdeckten Gesteinskörpern, die reich an organischem Material sind und zwischen einigen der bekannten Monde kreisen müssen. Eine interessante Frage ist, warum die Ursprungskörper dieser Ringe eine so unterschiedliche Zusammensetzung haben.
Doch auch wenn diese Entdeckungen Astronomen dabei helfen, den Planeten besser zu verstehen, gibt es noch immer viele Rätsel um ihn. Uranus ist nämlich weiterhin weitgehend unerforscht, und weitere Studien könnten dazu beitragen, einige dieser Fragen zu beantworten.
Quelle(n)
Journal of Geophysical Research: Planets
Bild: NASA, ESA, Bildbearbeitung: Imke de Pater, Matt Hedman











