Acer Predator Atlas 8 im Test: Deutlich schneller als das Asus ROG Ally X20 zum gleichen Preis

Die Acer Predator Atlas 8, Acers erste Handheld-Konsole für den US-Markt, ist endlich erhältlich. Zum Verkaufsstart wird sie ausschließlich mit der Intel Arc G3 Extreme und 24 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher angeboten. Damit tritt sie direkt gegen die Asus ROG Ally X an, die ebenfalls 1.299,99 US-Dollar (umgerechnet ca. 1.169 Euro) kostet. Im Leistungsvergleich dürfte die Asus-Konsole allerdings das Nachsehen haben, denn die Acer Predator Atlas 8 ist deutlich leistungsstärker.
Die Gaming- und synthetischen Benchmarks des YouTubers ETA Prime zeigen, dass die Intel Arc G3 Extreme in einer eigenen Liga spielt – insbesondere im Vergleich zur inzwischen in die Jahre gekommenen Ryzen Z2 Extreme. Im 3DMark Time Spy erzielte die Acer Predator Atlas 8 bei einer Leistungsaufnahme (TDP) von 35 W beeindruckende 6.607 Punkte. Die Asus ROG Ally X kam dagegen nur auf 4.091 Punkte und lag damit rund 38 % zurück. Die MSI Claw 8 Ex AI+, die ebenfalls mit der Intel Arc G3 Extreme ausgestattet ist, knackte sogar die Marke von 7.000 Punkten. Das zeigt, dass die Predator Atlas 8 nicht der schnellste Handheld mit Intels Arc G3 Extreme ist.
Dennoch erweist sich die Acer Predator Atlas 8 als leistungsstarker Gaming-Handheld, auf dem sich auch anspruchsvolle AAA-Titel problemlos spielen lassen.
Gaming-Leistung der Acer Predator Atlas 8
Die Tests von ETA Prime zeigen, dass die Predator Atlas 8 bei einer TDP von 30 W Forza Horizon 6 mit mittleren Grafikeinstellungen in 1200p und ohne Upscaling mit über 70 FPS darstellen kann. Die Leistungsaufnahme lässt sich weiter reduzieren, indem die Auflösung auf 900p gesenkt oder XeSS zur Leistungssteigerung aktiviert wird.
Zum Vergleich: Das Asus ROG Xbox Ally X20 erreicht bei 1080p, mittleren Grafikeinstellungen und einer TDP von 28 W gerade einmal etwas mehr als 50 FPS. Die Intel Arc G3 Extreme ist bei vergleichbarer Leistungsaufnahme also deutlich schneller.
Dank XeSS Multi-Frame Generation lassen sich sogar mehr als 60 FPS in Spielen erzielen, die ansonsten zu anspruchsvoll wären, um sie allein mit der verfügbaren Rechenleistung flüssig darzustellen. So erreicht die Predator Atlas 8 in Crimson Desert bei 1200p, hohen Grafikeinstellungen, aktiviertem XeSS MFG (2x) und einer TDP von 35 bis 40 W durchschnittlich 78 FPS.
Auch Spider-Man 2 – ein Titel, der auf integrierten GPUs (iGPUs) normalerweise Probleme bereitet – läuft mit über 60 FPS bei 1200p, mittleren Grafikeinstellungen und der XeSS-Einstellung Quality.
Kurz gesagt: Dank der beeindruckenden Intel Arc G3 Extreme ist die Acer Predator Atlas 8 ein äußerst leistungsfähiger Gaming-Handheld. Wie ETA Prime anmerkt, funktioniert der Turbo-Modus, der die TDP auf 35 W anheben soll, in Forza Horizon 6 allerdings noch nicht einwandfrei. Hier muss Acer offenbar noch bei der Software nachbessern. Die Leistung des Handhelds könnte sich durch künftige Updates also weiter verbessern.
Preis und Verfügbarkeit
Die Acer Predator Atlas 8 ist ab dem 1. November exklusiv bei Best Buy für 1.299,99 US-Dollar (rund 1.169 Euro) erhältlich. Obwohl sie deutlich schneller ist als das Asus ROG Ally X20, könnte das verbaute IPS-Display manche Nutzer enttäuschen. Das deutlich langsamere Ally X20 kostet ebenfalls 1.299,99 US-Dollar (ca. 1.169 E, bietet dafür aber ein hochwertiges OLED-Panel. Weitere Details finden Sie in unserem ausführlichen Testbericht zum Asus-Handheld.
Wer eine ähnliche Leistung wie beim Ally X20 sucht, aber weniger Geld ausgeben möchte, kann zum deutlich günstigeren Asus ROG Ally X greifen. Es setzt ebenfalls auf die Ryzen Z2 Extreme-APU.











