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Alt gegen Neu: Huawei P20 und P10 im Vergleich

Huawei hat in Paris seine neue P20-Serie vorgestellt. Damit wird es Zeit für einen Vergleich zwischen dem Huawei P20 und seinem Vorgänger P10. Lohnt sich ein Umstieg und was kann das neue Modell besser?

Als erstes fällt das veränderte Displayformat ins Auge. Während das Huawei P10 noch 16:9 nutzte, kommt im Huawei P20 ein 18,7:9-Panel zum Einsatz. Die Auflösung liegt entsprechend ein wenig höher und es gibt eine Notch, ähnlich der aus dem iPhone X.

Unter der Abdeckung verrichtet ein Kirin 970 seinen Dienst, welchen wir bereits aus dem Mate 10 Pro kennen. Das potente SoC bietet Highendleistung, einen dedizierten AI-Chip und LTE Cat. 18. Die Menge an Arbeitsspeicher bleibt nominell unverändert, im P20 arbeitet jedoch der etwas schnellere LPDDR4x-Speicher (P10 mit LPDDR4). Der interne Speicher wurde im neueren Huawei Handy verdoppelt und kommt nun auf 128 GB, dafür ist jedoch keine Speichererweiterung mittels microSD-Karte mehr möglich.

Den größten Unterschied macht die neue Dual-Kamera des Huawei P20, welche lichtempfindlicher geworden ist. Während es im P10 eine Lösung mit einem 12 MP-Farbsensor und einen 20 MP-Schwarzweißsensor gibt, welche beide eine Blendenzahl von f/2.2 bieten, suggeriert das P20 mehr Lichtempfindlichkeit. Die Pixelgröße ist sogar auf 1,55 µm angewachsen. Die Auflösung der Sensoren ist zwar identisch, doch der Farbsensor bietet nun Blende f/1.8 und der schwarzweiße sogar f/1.6. Außerdem wird die Kameraleistung des P20 durch den AI-Chip optimiert. Der erste Eindruck der neuen Kamera ist richtig gut und hat uns mehr als angenehm überrascht. Vor allem die Low-Light-Performance wurde erheblich verbessert.

Bei der Frontkamera setzt Huawei im P20 nun auf ein 24-MP-Monster (f/2.0), wogegen das P10 eher dezente 8 MP (f/1.9) bietet, aber mehr Lichtstärke suggeriert. Ob viele Megapixel auch viel helfen, ist eher fraglich, das hauseigene Nova 2 ist sicherlich ein passendes Sinnbild dafür. Genaueres wird erst der ausführliche Test offenbaren.

Bei den Nahfunkverbindungen hat sich auf dem Datenblatt nichts getan. Beide Geräte unterstützen ac-WLAN, NFC und Bluetooth 4.2. Neu ist im P20 nur die aptX HD-Unterstützung zur Übertragung von hochauflösenden Audioinhalten via Bluetooth. Kabelgebunden agiert das P20 nun mit dem schnelleren USB 3.1-Standard, welcher OTG-fähig ist und auch den EMUI-Desktop-Modus unterstützt.

Auch der Akku des neuen Huawei Handys ist im Vergleich zum P20 angewachsen und leistet nun 3.400 mAh. Im Test wird sich zeigen, ob das Mehr an Power auch für bessere Lautzeiten sorgt oder dazu dient, das größere Display auszugleichen.

Den Trend zu steigenden Preisen lässt auch Huawei nicht an sich vorbeiziehen und hebt die UVP des neuen Smartphones um 50 Euro an, womit es immer noch vergleichsweise preiswert bleibt, aber auch stärkere Abstriche gegenüber dem deutlich teureren Huawei P20 Pro (899 Euro) machen muss.

- Huawei P20 Huawei P10
Display 5,8 Zoll, 2.244 x 1.080 Pixel, LTPS 5,1 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel, LTPS
SoC Kirin 970 Kirin 960
Arbeitsspeicher 4 GB 4 GB
Speicher 128 GB 64 GB
microSD-Slot nein ja
Kamera 12 MP (Farbe, f/1.8) + 20 MP (Schwarz-Weiß, f/1.6) 12 + 20 MP (f/2.2)
Frontkamera 24 MP (f/2.0) 8 MP (f/1.9)
Akku 3.400 mAh 3.200 mAh
Bluetooth 4.2 + aptX HD 4.2
USB 3.1 2.0
SIM Dual-SIM Single-SIM oder Hybrid-SIM
OS Android 8.1 + EMUI 8.1 Android 8.0 + EMUI 8.0
UVP 649 Euro 599 Euro
von links: Huawei P10, P20 und P20 Pro
von links: Huawei P10, P20 und P20 Pro
von links: Huawei P10, P20 und P20 Pro
von links: Huawei P10, P20 und P20 Pro
von links: Huawei P10 und P20
von links: Huawei P10 und P20
von links: Huawei P10 und P20
von links: Huawei P10 und P20
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Autor: Daniel Schmidt, 28.03.2018 (Update: 29.06.2018)
Daniel Schmidt
Daniel Schmidt - Managing Editor Mobile - @Tellheim
Bereits als kleiner Zwerg fesselte mich mein Commodore 16 und entfachte meinen Enthusiasmus für Computer. Mit meinem ersten Modem surfte ich im Btx und später auch im World Wide Web. Die neuesten Techniktrends haben mich von jeher gefesselt und das gilt vor allem auch für mobile Geräte, wie Smartphones und Tablets. Für Notebookcheck bin ich seit 2013 am Ball und freue mich auf die Neuerungen, die noch kommen und wir für Sie auf Herz und Nieren testen werden.