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Kameramonster Huawei P20 Pro: Super-SloMo & weitere Details geleakt

Das P20 Pro von Huawei entwickelt sich zum spannendsten Kameraphone des Jahres.
Das P20 Pro von Huawei entwickelt sich zum spannendsten Kameraphone des Jahres.
Zum Huawei P20 Pro werden immer mehr Details bekannt, dank 40 Megapixel-Aufnahmen, 5-fachem Hybrid-Zoom und Unterstützung von Super-SloMo mit 960 fps wie im Sony Xperia XZ2 und Samsung Galaxy S9 wird das Pro-Modell zu einem der spannendsten Kameraphones des Jahres 2018.

Wer das beste Kameraphone besitzen will, soll unbedingt noch den 27. März abwarten, teasert Huawei ja selbst und die immer weiter ins Detail gehenden Leaks bestätigen diese Vorschusslorbeeren, wenngleich noch offen ist, was Huawei aus der geballten Kraft der drei Kamerasensoren in seiner Triple-Cam alles an Qualität herausholen wird. Neue, von Roland Quandt und dem XDA-Developer-Forum ausgegrabene Details deuten zumindest auf jede Menge Goodies, insbesondere beim Pro-Modell der P20-Serie, welches allerdings mit 899 Euro Listenpreis nicht billig wird.

Nicht nur ein Teaservideo von Huawei selbst, auch Erkenntnisse aus der Analyse einer frühen Firmware des XDA-Developer-Forums bestätigen, das auch Huawei in diesem Jahr eine Super-SloMo-Funktion mit 960 Bildern pro Sekunde bieten wird, ähnlich wie Samsung im Galaxy S9 allerdings nur bei der HD-Auflösung von 720p. Sony schafft im Xperia XZ2 und Xperia XZ2 Compact mittlerweile 1080p-Qualität und bleibt in diesem Bereich somit Sieger. Vermutlich wird auch Huawei bei seinem Super-Zeitlupenmodus enge Zeitbeschränkungen auferlegen, zu diesen ist allerdings noch nichts bekannt. Hier das Promo-Video von Huawei:


Wie funktioniert die erste Triple-Cam im Smartphone?

Auch beim Thema Fotografie will Huawei ganz vorne mitspielen und integriert zwar keine Dual-Blende wie Samsung im Galaxy S9, dank der drei Sensoren, die, neuesten Informationen zufolge, wohl aus 12 Megapixel, 8 Megapixel und 20 Megapixel-Einheiten bestehen, eine 40 Megapixel-Kamera in sein P20 Pro. Diese wieder in Zusammenarbeit mit Leica entstandene Triple-Cam soll dank Light Fusion-Technologie hellere Bilder ermöglichen, vermutlich werden hier mehrere Bilder parallel geschossen und miteinander kombiniert, ähnlich wie das auch die experimentelle Light L16 macht.

Bei Huawei stehen hierfür Blendenwerte zwischen F/1.6 und F/2.4 zur Verfügung. Ein weiterer Vorteil der Triple-Cam im Pro-Modell wird der bis zu 5 fache Hybrid-Zoom, der durch die 8 Megapixel-Kamera mit 80 mm Teleobjektiv vermutlich eine Kombination aus 3-fachem optischem und 2-fachem Digitalzoom liefern wird. Huawei-typisch dürfte der 20 Megapixel-Sensor wieder rein als Monochrom-Sensor arbeiten sowie Tiefeninformationen für den Porträt-Modus beisteuern, die 12 Megapixel Hauptkamera hat wie bei anderen Huawei-Phones 27 mm Brennweite.


Die Notch verbirgt eine 24 Megapixel Selfie-Cam

Auch an der Front will Huawei seine Light-Fusion-Technologie ausspielen, obwohl hier nur eine, mit 24 Megapixeln allerdings recht hochauflösende Selfie-Cam innerhalb der kleinen Displayeinkerbung verborgen ist. Das im Pro-Modell integrierte 6,1 Zoll OLED-Display bietet eine Auflösung von 2.240 x 1.080 Pixeln, hier gibt es also einen Schritt zurück im Vergleich zum P10 Plus, welches ja noch die 16:9 QHD-Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln bot, allerdings auf einem IPS-Panel. Der Fingerabdrucksensor ist direkt unterhalb des 19:9-Displays zu finden, ganz randlos sind P20 und P20 Pro also nicht, Huawei hat sich für einen Mittelweg entschieden.


Weder Micro-SD-Slot, Kopfhöreranschluss noch Wireless Charging

Das Mate 10 Pro hat es im Vorjahr schon angedeutet: Huawei verabschiedet sich von Micro-SD-Slot und vom Kopfhöreranschluss, vermutlich für immer. Während das Lite-Modell des P20 in diesem Jahr noch eine Ausnahme macht und zumindest eine Speichererweiterung ermöglicht, werden die beiden stärkeren P20-Varianten ohne diese nützlichen Features auskommen müssen. Stattdessen gibt es ein IP67 zertifiziertes, 7,65 mm dünnes Glasgehäuse in den Farben "Ceramic Black", "Midnight Blue" und "Twilight" (eine Mischung aus Lila und Türkis) welches allerdings offenbar kein Wireless Charging unterstützen wird. Der Akku des größeren Pro-Modells fasst 4.000 mAh und wird via USB-C geladen, das reguläre P20 bietet nur 3.400 mAh.

Im Inneren werkelt der vom Mate 10 bekannte Kirin 970-SoC mit integrierter NPU für KI-Beschleunigung, zusammen mit 6 GB RAM und 128 GB Speicher im Pro-Modell und 4 GB RAM Und 128 GB Speicher in der Standard-Variante. Als Betriebssystem fungiert Android 8.1 sowie EMUI 8.1. Während das P20 mit 679 Euro noch vergleichsweise erschwinglich bleibt, allerdings ohne Triple-Cam ausgeliefert wird, muss man beim Pro-Modell 899 Euro auf den Tisch legen. Der Launch beider Smartphones startet in genau einer Woche am 27. März in Paris, zur Verfügbarkeit gibt es bis dato noch keine Hinweise.

Das Huawei P20 Pro
Das Huawei P20 Pro
mit seiner Triple-Cam
mit seiner Triple-Cam
in zwei von drei
in zwei von drei
Farbvarianten.
Farbvarianten.

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Autor: Alexander Fagot, 20.03.2018 (Update: 20.03.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.