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Huawei P20-Trio: Micro-SD-Slot gestrichen, neue Bilder geleakt

Einmal mehr gibt es neue hochauflösende Renderbilder aller drei P20-Varianten zu sehen.
Einmal mehr gibt es neue hochauflösende Renderbilder aller drei P20-Varianten zu sehen.
Knapp 2 Wochen vor der offiziellen Präsentation der neuen P20-Smartphone-Familie durch Huawei in Paris können wir einen weiteren hochauflösenden Blick auf alle drei Varianten in jeweils drei Farboptionen werfen, auch zu den technischen Spezifikationen gibt es neue Erkenntnisse.

Nachdem Evan Blass bereits vorige Woche hochauflösende Pressebilder des P20-Trios veröffentlicht hatte, legte Roland Quandt nun nach und zeigte via Twitter und Bericht auf Winfuture alle drei Ausstattungsvarianten des P20 aus neuen Winkeln und in jeweils drei Farboptionen. Auch Ausschnitte eines Handbuchs sind offenbar geleakt, woraus wir schließen können, dass Huawei auf die Speichererweiterung mittels Micro-SD-Kartenslot verzichten wird, zumindest bei den besser ausgestatteten Modellen P20 und P20 Pro, das P20 Lite dagegen wird weiterhin erweiterbar sein. Dass die teuersten Smartphones bei Huawei teils weniger Features haben als günstigere, hat Huawei schon bei der Mate 10-Serie vorgemacht, bei der das Lite-Modell etwa mit Front-Dual-Cam ausgestattet ist, oder die Standard-Variante Micro-SD-Slot, Kopfhöreranschluss und höhere Auflösung bietet als die teurere Pro-Version.

Ein geleaktes Handbuch zeigt: P20 und P20 Pro kommen wohl ohne Micro-SD-Slot.
Ein geleaktes Handbuch zeigt: P20 und P20 Pro kommen wohl ohne Micro-SD-Slot.


P20 Pro

Beim vermutlich fast 900 Euro teuren Pro-Modell kommt, wie schon öfters berichtet, erstmals eine Triple-Cam zum Einsatz. Auf den hochauflösenden Bildern von Evan Blass und Roland Quandt kann man erkennen, dass eine oder zwei der Linsen offenbar mit F/1.6 Blende arbeiten, die dritte wohl mit F/2.4 Blende. Die Brennweite der Dual-Cam dürfte 27 mm betragen, vermutlich bestehend aus einem Farb- und einem Monochrom-Sensor, die dritte Linse liefert eine Teleoptik von 80 mm Brennweite, somit können wir mit simuliertem optischen 3-fach Zoom rechnen.

Die Kombination einer Aufnahme aller drei Linsen könnte 40 Megapixel-Fotos ermöglichen (2x 12 Megapixel und 1x 16 Megapixel), ob Huawei hier, wie Light bei der L16-Kamera, mit Artefaktbildung zu kämpfen hat, werden Tests zeigen. Dank 4.000 mAh Akku dürfte der Kirin 970-SoC im P20 Pro wohl annähernd so ausdauernd sein wie das Mate 10 und Mate 10 Pro. Die Displaydiagonale ist noch nicht bestätigt, aufgrund der Einkerbung im Display erreicht das möglicherweise als OLED-Panel integrierte Display eine Auflösung von 2.240 x 1.080 Pixeln. Eine 3D-Kamera wie beim iPhone X gibt es offenbar nicht, die von Huawei schon vor Monaten gezeigten 3D-Gesichtserkennungsdemos mit eigener Animoji-Interpretation kommt wohl erst irgendwann in der Zukunft.


P20

Auch das P20 dürfte mit der gleichen Auflösung wie das Pro-Modell arbeiten, hier gibt es allerdings vermutlich nur ein IPS-Panel, ähnlich wie das beim Mate 10 vs. Mate 10 Pro der Fall ist. Der Kirin 970-SoC wird auch hier für hohe Performance sorgen, allerdings dürfte die Speicherbestückung hier niedriger ausfallen, erweiterbar ist er dennoch nicht. Der Akku fasst laut Roland Quandt nur 3.400 mAh, das deutet auch auf ein etwas kleineres Gehäuse, möglicherweise ist das reguläre P20 also auch mit einem etwas kleineren Display ausgestattet als das Pro-Modell. Die Triple-Cam ist im P20 nicht integriert, hier dürfte nur die Huawei-typische Dual-Cam mit Monochrom- und Farbsensor sowie 27 mm Brennweite und F/1.6 Blende zum Einsatz kommen, der Preis ist mit vermutlich 670 Euro Listenpreis dafür erschwinglicher.


P20 Lite

Last but not least haben wir noch die Lite-Variante, von der wir bereits im Detail mehrmals berichtet haben. Das Design entspricht bis auf den hier rückwärtig implementierten Fingerabdrucksensor dem der größeren Brüder. Auch hier also die iPhone X-Notch ohne 3D-Sensor, als Vorteil ist diese P20-Variante vermutlich via Micro-SD-Kartenslot erweiterbar. Die Dual-Cam ist deutlich abgespeckt, so bietet der Sidekick-Tiefensensor vermutlich nur 2 Megapixel Auflösung. Auch die Performance ist mit Kirin 659-SoC kaum mit den beiden Brüdern vergleichbar, es handelt sich de facto um ein gänzlich anderes Smartphone, das allerdings mit 370 Euro auch weitaus weniger kosten wird.

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Autor: Alexander Fagot, 13.03.2018 (Update: 13.03.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.