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Sony im Xperia XZ2 Pro wie Huawei P20 Pro mit 40 MP-IMX600-Sensor?

Huawei drückt sich offiziell, doch im P20 Pro dürfte der IMX 600-Sensor stecken, auf den auch Sony bald setzen könnte.
Huawei drückt sich offiziell, doch im P20 Pro dürfte der IMX 600-Sensor stecken, auf den auch Sony bald setzen könnte.
Huawei äußert sich auch auf Nachfrage nicht zu den Interna des neuen 40 Megapixel-Sensors im P20 Pro, doch andere sind gesprächiger. Es soll sich um den bisher nicht offiziell präsentierten IMX 600-Sensor handeln und dieser, oder ein recht ähnlicher dürfte auch im künftigen Dual-Cam Xperia-Flaggschiff von Sony stecken, wenn man Gerüchten aus Japan und China nachgeht. Erstaunlicherweise führt die Spur auch nach Finnland.

Huawei hat diese Woche wohl, trotz der vielen Leaks zum P20 und P20 Pro, die gesamte Tech-Welt überrascht und die Konkurrenz am kalten Fuß erwischt, insbesondere die erste Triple-Cam der Welt dürfte sich, eigenen Hands-On-Tests und den Untersuchungen von DXOMark zufolge, überaus gut schlagen und alle anderen Flaggschiffe vom hohen Thron stoßen. Doch welche magische Technologie steckt dahinter?

40 Megapixel oder Pixel Fusion-Tech

Bisher ist nur bekannt, dass die Hauptkamera aus einem für Smartphones überaus großen 1/1.7 Zoll Sensor besteht, 40 Megapixel Auflösung bietet und eine F/1.8 Blende bietet. Die Pixel selbst sind mit 1 um extrem klein, ein Nachteil der hohen Auflösung, doch mittels Huaweis Pixel Fusion-Technologie können jeweils 4 Pixel als Tandem zusammen arbeiten und de facto ein 10 Megapixel-Bild mit deutlich höherer Lichtausbeute erzeugen, was man in der Kamera-App auch explizit so konfigurieren kann.

Der Hauptsensor im P20 Pro: IMX 600

Anandtech hat bei Huawei nachgefragt, welcher Sensor hier konkret im Einsatz ist und keine befriedigende Antwort erhalten. Untypisch für Huawei, macht diese Verschwiegenheit neugierig und natürlich ist man im chinesischen Weibo-Netzwerk deutlich gesprächiger. Ein User namens MaidouDEmaidou will es ganz genau wissen und hat in einem längeren Beitrag einige konkrete Hinweise zum P20 Pro geliefert. So wurde der Sensor, bei dem es sich angeblich um den IMX 600 handelt, offensichtlich in Zusammenarbeit mit Sony, dem japanischen "Institute of Imaging" und einem geheimnisvollen Entwicklungslabor namens "Finken" in Finnland entwickelt.

Die Spur führt nach Finnland

Bei Letzterem könnte es sich um das R&D-Center in Finnland handeln, das Huawei 2016 in Tampere eröffnet hat und wo möglicherweise einige Mitarbeiter des ehemaligen Nokia Lumia Imaging-Teams arbeiten, wie CNMO spekuliert. Doch warum gibt sich Huawei so verschlossen und rückt nicht mit Details zum neuen Super-Sensor raus? Der Grund könnte bei Sony liegen, spekulieren wir hier einfach einmal. Eines der nächsten Xperia-Phones, ob das XZ2 Pro/Premium oder ein Nachfolger ist noch unklar, wird mit einer innovativen Dual-Cam und Fusion-Bildprozessor auf den Markt kommen - möglicherweise mit dem gleichen oder einem sehr ähnlichen Sensor, der jetzt bereits im P20 Pro steckt.

Auch Xperia XZ2 Pro mit gleicher Technologie?

Diese Gerüchte stammen aus Japan, wo über einen 40 Megapixel-Sensor im künftigen Sony Xperia-Phone spekuliert wird. Auch dieser kommt mit vergleichsweise kleiner Pixelgröße, dürfte aber sehr hohe ISO-Werte erreichen, was Sony bereits am Mobile World Congress 2018 angeteasert hatte. Und das ist die nächste Parallele zur Huawei-Kamera, die ja demnächst mittels Software-Update ebenfalls ISO 102400 erreichen und damit Aufnahmen bei nur 1 Lux Restlicht ermöglichen soll. 

Offizielle Bestätigung fehlt noch

Zuviel Spekulation? All diese Informationen sind natürlich nicht von offizieller Seite bestätigt und bis zu einer Erklärung der beteiligten Unternehmen oder dem ersten Teardown des P20 Pro wird man wohl nicht allzu viele offizielle Details erfahren. In jedem Fall dürften diese neuen Kamera-Sensoren einen Quantensprung für die Smartphone-Fotografie bedeuten, zusammen mit der 8 Megapixel Zoomlinse im P20 Pro sind mit Smartphones bislang unerreichte Aufnahmen möglich, insbesondere bei Low-Light.

Das Huawei-Forschungsinstitut in Tampere, Finnland. Stammt der IMX 600 aus diesem Labor?
Das Huawei-Forschungsinstitut in Tampere, Finnland. Stammt der IMX 600 aus diesem Labor?

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Autor: Alexander Fagot, 29.03.2018 (Update: 29.03.2018)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.