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Anthem: Launch verpatzt, Bioware verspricht Updates

Eine Metascore von 60 dürfte kaum der Traum eines Spiels mit so hohem Budget sein. (Bild: EA)
Eine Metascore von 60 dürfte kaum der Traum eines Spiels mit so hohem Budget sein. (Bild: EA)
Anthem, EAs große Hoffnung im "Games as a Service"-Bereich Fuß zu fassen – und ordentlich abzukassieren – kam bei Kritikern und Spielern gleichermaßen verhalten an. Entwickler Bioware selbst gibt an, dass der "Live Service Anthem" erst am Anfang steht.
Hannes Brecher,

Metacritic kumuliert die Wertungen einer großen Anzahl von Tests der Fachpresse sowie von Reviews der eigenen Nutzer, um so eine durchschnittliche Wertung für jedes Spiel errechnen zu können. Eelectronic Arts konnte hier erst kürzlich glänzen: Der Fortnite-Konkurrent Apex Legends konnte eine Metascore von 89 erreichen. Biowares erstem "Live Service"-Spiel, Anthem, wurde mit einer Metascore von 60 Punkten (von maximal 100) und einer User Score von 3,9 (von maximal 10) ein holpriger Launch beschert. 

Um das Fazit von Michael Herold von GameStar zu zitieren: "Wunderschöner Loot-Shooter, doch die belanglose Story, der (noch zu) geringe Umfang und die vielen Bugs kosten Anthem viele Pluspunkte." PC Gamer fasst ähnliche Ergebnisse in weniger freundliche Worte: "Anthems zusammenhanglose Story, langweiliger Loot, sich wiederholende Missionen und sein oberflächliches Endgame sind alle enttäuschend. Zumindest ist es hübsch." (frei übersetzt)

Bioware selbst nennt den gestrigen Launch des Spiels in einem Blogeintrag "Anthem - unser Live Service beginnt" (frei übersetzt). Der Launch des Titels sei zwar ein "Meilenstein", die Entwicklung "hat aber erst begonnen". Das lässt Spieler mit einem zweischneidigen Schwert zurück: Das Spiel ist zwar veröffentlicht, hat laut der Meinung der Mehrheit, die es gespielt haben, aber zu wenig Inhalt, langweilige Missionen und eine seichte Story. Glaubt man den Worten von Bioware, werden diese Probleme in den kommenden Monaten zumindest teilweise gemindert oder gar beseitigt.

Wie lange dieser Support aber anhält, wenn die Verkaufszahlen nicht wie erwünscht ausfallen, ist fraglich. Und ob die Verkaufszahlen nach einem Ansturm an durchwachsenen Reviews die Erwartungen noch übertreffen können, bleibt ebenfalls abzuwarten. Bisher hat Bioware lediglich Updates für 90 Tage bestätigt, in denen drei neue Story-Akte hinzugefügt werden. Nebenbei sollen natürlich auch Bugs gefixt werden. Ob das reicht, um potentielle Käufer heute schon vom Kauf des Spiels überzeugen zu können, und ob Anthem als "Live-Service" so erfolgreich werden kann wie zum Beispiel Destiny 2, kann nur die Zeit zeigen.

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Autor: Hannes Brecher, 23.02.2019 (Update: 23.02.2019)
Hannes Brecher
Hannes Brecher - News Editor
Seit ich als Kind einen Game Boy Color mit Pokemon Rot geschenkt bekam, war ich fasziniert davon, wie man ganze Welten mithilfe von so einfachen Grafiken und Texten erschaffen kann. Das hat nicht nur mein Interesse an Hard- und Software geweckt, sondern auch meine Leidenschaft für Design und für’s Schreiben, die ich nun als Grafikdesigner und Redakteur ausleben darf.