Die Haribo Power Bank, die von Hong Kong DC Global hergestellt wird, packt einen 20.000 mAh Akku und ein integriertes USB-C-Kabel in ein Gehäuse, das gerade einmal 280 Gramm wiegt. Zum Vergleich: Die ultraleichte Nitecore NB20000 Gen 3 wiegt 291 Gramm, und besitzt kein integriertes Kabel. Durch das extrem geringe Gewicht wurde die Haribo Power Bank schnell zum Geheimtipp in Backpacker-Kreisen.
Der Hype hat Mitte November aber einen Dämpfer erhalten, als Amazon die Power Bank in den USA aus dem Sortiment genommen hat, und Käufer darüber informiert hat, dass ein potenzielles Sicherheits- oder Qualitäts-Problem vorliegt. Amazon Deutschland verkauft die Haribo Power Bank weiterhin für rund 28 Euro, womit die Power Bank vergleichsweise günstig ist – die ultraleichte Nitecore NB20000 Gen 3 kostet beispielsweise rund 105 Euro.
Risiken durch schlechte Verarbeitung
Allerdings erkauft sich Hong Kong DC Global den niedrigen Preis offenbar durch eine mangelhafte Qualitätskontrolle und viel zu große Fertigungs-Toleranzen. Das zeigt nun ein CT-Scan von Lumafield, laut dem die Power Bank zwei Batterie-Zellen nutzt, deren Elektroden allerdings nicht präzise ausgerichtet sind. Stattdessen sind diese leicht wellenförmig, was zu einer unregelmäßigen Lithium-Beschichtung führen kann, was wiederum zu einer verkürzten Laufzeit, einem Defekt oder sogar zum thermischen Durchgehen führen kann.
Lumafield weist darauf hin, dass diese ungenaue Verarbeitung das Risiko erhöht, dass die Power Bank im schlimmsten Fall Feuer fangen kann. Aus diesem Grund ist dringend davon abzuraten, die Haribo Power Bank zu kaufen – ein paar Gramm mehr im Rucksack sind ein geringer Preis, um das Risiko eines Brands zu reduzieren.














