Die Situation für Activision und Treyarch ist ernst. Zwar führt Call of Duty Black Ops 7 die Verkaufscharts an, doch der Schein trügt. Berichten zufolge liegen die Absatzzahlen in Europa satte 63 Prozent unter denen des direkten Konkurrenten Battlefield 6. Auch im Vergleich zum eigenen Vorgänger Black Ops 6 brachen die Verkäufe um mehr als die Hälfte ein. Dazu kommen vernichtende Kritiken. Der Metascore von Call of Duty Black Ops 7 ist mittlerweile auf 67 Punkte abgerutscht, der User-Score liegt bei katastrophalen 1,6 Punkten. Die Antwort auf diese Krise ist die Flucht nach vorn. Am 4. Dezember startet die Season 01, die als umfangreichster Content-Drop der Seriengeschichte beworben wird. Das Ziel ist eindeutig. Mit einer Materialschlacht sollen die Spieler zurückgewonnen und der Fehlstart korrigiert werden.
Das Rettungspaket ist gewaltig. Im Multiplayer wird das Arsenal massiv aufgestockt. Drei komplett neue 6v6-Karten stehen zum Start bereit. Fate spielt in Nicaragua, Utopia in einer futuristischen Stadt und Odysseus auf einem Flugzeugträger. Veteranen dürfen sich auf das Remake der Black Ops 2 Karte Standoff freuen, später folgt die weihnachtliche Variante Sleighjacked. Bei den Modi kehren Party-Klassiker wie Prop Hunt, Sticks and Stones, Sharpshooter und Gun Game zurück.
Wie sehr die Entwickler nach dem Prinzip "Friss oder stirb" agieren, zeigt sich im Endgame auf der Map Avalon. Hier werden nun Elemente integriert, die man eher in einem MMO erwartet hätte. Spieler müssen riesige Roboter-Kolosse bekämpfen, Neurotoxin-Ausbrüche überleben und können exotische Fähigkeiten freischalten. Das Repertoire reicht vom "Mega Punch" bis hin zur Beschwörung giftiger Schmetterlinge. Es wirkt, als werfe das Studio wirklich jede verfügbare Idee in den Ring, um die Nutzerbindung zu erzwingen.
Ein weiteres Highlight für enttäuschte Kampagnen-Spieler soll der Zombie-Modus sein. Die neue Map Astra Malorum verfrachtet die Crew auf einen schädelartigen Asteroiden samt Observatorium im Weltraum. Dort warten der neue Boss O.S.C.A.R., die Wunderwaffe LGM-1, der Perk Mule Kick und diverse GobbleGums. Wer am Boden bleiben will, nutzt die Survival-Map Exit 115.
Parallel dazu erhält Warzone eines der wichtigsten Updates seit Jahren. Der Battle-Royale-Modus wird vollständig mit Black Ops 7 verzahnt, übernimmt also Movement und Waffen. Als neue Karte dient Haven’s Hollow in den Appalachen, während Verdansk neue POIs wie die Signal Station und die Factory erhält. Um die Kritik am Grind zu kontern, wurde der Battle Pass überarbeitet. Er bietet über 100 Stufen und neue Waffen wie die Kogot-7 SMG und das Maddox RFB Sturmgewehr. Ob diese Offensive ausreicht, um gegen den starken Konkurrenten Battlefield 6 zu bestehen, wird sich ab dem 4. Dezember zeigen.
























