
Call of Duty Black Ops 7 im Test: Eine Frage der passenden Settings
Kontroverser Ego-Shooter.
Auch wenn die Grafik von Black Ops 7 teilweise nicht ganz auf der Höhe der Zeit ist, kann die verwendete Engine sehr anspruchsvoll sein - zumindest bei aktiviertem Raytracing. Wir haben diverse Messungen durchgeführt, unter anderem auch mit Upscaling und Frame Generation.Florian Glaser 👁 Veröffentlicht am 🇺🇸 🇫🇷 ...
Fazit - Ohne Raytracing erfreulich performant
Bei kaum einem anderen PC-Spiel in letzter Zeit besteht zwischen den Presse- und User-Wertungen ein derart großer Unterschied. Während Online-Magazine den neuesten CoD-Spross in Summe positiv bewerten, kommt der Titel beispielsweise auf Steam oder Metacritic deutlich schlechter weg, was in Foren und Kommentarspalten zu hitzigen Diskussionen führt.
Ähnlich schwierig gestaltet sich das Fazit zur Technik. Einerseits ist die Grafik des Ego-Shooters durchaus ansehnlich, wirklich topmodern wirkt das technische Grundgerüst aber nicht (mehr). Die Hardwareanforderungen schwanken derweil extrem abhängig von den gewählten Settings. Solange man auf Raytracing verzichtet, läuft Black Ops 7 auch auf älteren bzw. schwächeren Systemen noch ordentlich bis überraschend gut. Inklusive Raytracing kommen jedoch selbst aktuelle High-End-Rechner an ihre Grenzen - zumindest in höheren Auflösungen.
Technik, Settings & Benchmark
Grafisch hat sich im Vergleich zum Vorgänger aus 2024 kaum etwas getan. Wie schon bei Call of Duty Black Ops 6 würden wir die Optik als relativ gut, aber nicht als hervorragend bezeichnen. Am besten haben uns die Charaktere gefallen, welche vor allem in den Cutscenes respektabel animiert sind und ihren realen Schauspielvorlagen erfreulich ähneln.
Kritik gibt es hingegen erneut für die bescheidene User-Experience, was vor allem mit der Mechanik respektive dem Aufbau des zugrunde liegenden Call of Duty HQ-Programms zusammenhängt. Analog zum letzten Serienteil kommt es regelmäßig zu nervigen bzw. unnötigen Wartezeiten (bestimmte Menüwechsel, Login-Prozess, Shader preload, ...) oder bisweilen auch zu anderen Problemen wie Verbindungsabbrüchen und kruden Fehlermerldungen. Ganz zu schweigen von der happigen Spielgröße (~100 GB Download, ~200 GB Platzbedarf auf dem Massenspeicher).
PC-Spieler dürfen sich indes über ein extrem unfrangreiches (in unseren Augen fast schon zu umfangreiches) Optionsmenü freuen, das trotz der Aufteilung in mehrere Reiter teilweise viel Klickarbeit erfordert. Während sich im Displaymenü an den Bildschirm- und diversen Power Saving-Einstellungen schrauben lässt, finden sich im Quality-Menü nicht nur mehrere Presets, sondern auch eine enorme Zahl an Einzeloptionen, welche zum Teil große Auswirkungen auf die Performance haben (allen voran Raytracing).
Bei Leistungsproblemen hilft wie üblich Upscaling. Der Shooter beherrscht hier alle modernen Varianten wie XeSS, FSR und DLSS. Lob gebührt den Entwicklern auch für die Erläuterungen inklusive dem Einfluss auf CPU, GPU und VRAM. Wie die meisten aktuellen Games ist Call of Duty 7 recht VRAM-hungrig ohne jedoch das Niveau von manchen Unreal Engine 5-Games zu erreichen (Stichwort Borderlands 4). So werden für maximale Settings in QHD beispielsweise um die 8 GB fällig. Top: Änderungen an den Settings werden direkt ohen Neustart übernommen.
Für die Geschwindigkeitsmessungen greifen wir auf den integrierten Benchmark zurück, welcher unverständlicherweise erneut nur im Multiplayer-Modus verfügbar ist. Für Black Ops 7 haben die Entwickler eine frische Sequenz entworfen, die - Black Ops 6 lässt grüßen - eine Kamerfahrt und eine längere Passage aus der Ego-Perspektive mit zahlreichen Feuergefechten und Explosionen beinhaltet.
Schon während des knapp einminütigen Benchmarks werden dabei ein paar Informationen wie die Framerate angezeigt. Am Ende der Messung erscheint eine detaillierte Auswertung, die sogar nach mehreren Zonen aufgeteilt ist (siehe Screenshots).
Ergebnisse
FHD / 1.920 x 1.080
Wenn man auf Raytracing verzichtet, hält sich der Grafikhunger in Grenzen. Kräftigere iGPUs wie die Radeon 890M knacken in Full-HD auch noch mit mittleren Details die 60-FPS-Marke. Das Preset Ultra ist mit kleineren Abstrichen ebenfalls noch spielbar. Inklusive Ray Tracing klettern die Anforderungen deutlich nach oben. An 1.920 x 1.080 Pixeln und dem Preset Extreme (dessen Performance sich sonst stark an Ultra-Settings orientiert) scheitern bereits Midrange-Chips auf dem Level der GeForce RTX 4060 Laptop. Erst eine RTX 5080 Laptop kommt mit Raytracing auf 60 FPS, wobei theroetisch schon eine mobile RTX 5070 Ti genügt.
| Call of Duty Black Ops 7 | |
| 1920x1080 Minimum Preset 1920x1080 Balanced Preset 1920x1080 Ultra Preset 1920x1080 Extreme Preset + Raytracing | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ryzen AI 9 HX 370 | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 4090 Laptop GPU, R9 7945HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 4060 Laptop GPU, R9 7940HS | |
| NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop GPU, i7-12700H | |
| AMD Radeon 890M, Ryzen AI 9 HX 370 | |
QHD / 2.560 x 1.440 (+ Upscaling)
In QHD würden wir für maximale Details und Raytracing ohne Upscaling generell eine mobile RTX 5080 aufwärts empfehlen. Um 60 FPS zu erreichen, wird hier allerdings DLSS fällig (z. B. wie von uns getestet Balanced im Transformer-Mode).
| Call of Duty Black Ops 7 | |
| 2560x1440 Extreme Preset + Raytracing 2560x1440 Extreme Preset + Raytracing + DLSS Balanced | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ryzen AI 9 HX 370 | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 4090 Laptop GPU, R9 7945HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5070 Ti Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 5060 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 4060 Laptop GPU, R9 7940HS | |
| NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop GPU, i7-12700H | |
UHD / 3.840 x 2.160 (+ Upscaling)
Eine Kombination aus 3.840 x 2.160 Pixeln, dem Extreme-Preset und Raytracing überfordet bei Verzicht auf Upscaling alle derzeit verfügbaren Notebook-Chips und größtenteils auch flottere Desktop-Vertreter wie die GeForce RTX 4080. Hier muss man fast zwangsweise auf DLSS und co. zurückgreifen oder man spart sich Raytracing einfach komplett.
| Call of Duty Black Ops 7 | |
| 3840x2160 Extreme Preset + Raytracing 3840x2160 Extreme Preset + Raytracing + DLSS Balanced | |
| NVIDIA GeForce RTX 4080, i9-13900K | |
| NVIDIA GeForce RTX 5090 Laptop, Ryzen AI 9 HX 370 | |
| NVIDIA GeForce RTX 5080 Laptop, Ultra 9 275HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 4090 Laptop GPU, R9 7945HX | |
| NVIDIA GeForce RTX 3060 Laptop GPU, i7-12700H | |
(Multi) Frame Generation
Zum Abschluss finden Sie ein paar Messungen mit aktivierter Frame Generation. Wie bei den meisten Titeln gilt, dass sich der subjektive Bildeindruck nicht unbedingt 1:1 mit den ermittelten FPS-Werten decken muss. Bereits MFGx2 sorgt erwartungsgemäß für einen ordentlichen Performance-Boost, inklusive MFGx4 schafft eine RTX 5090 Laptop in 4K mit maximalen Settings und DLSS sogar mehr als 100 Bilder pro Sekunde.
| 3.840 x 2.160, Extreme Preset + Raytracing High | DLSS Balanced Transformer | DLSS Balanced Transformer + MFGx2 | DLSS Balanced Transformer + MFGx4 |
| GeForce RTX 5090 Laptop | 39 fps | 61 fps | 117 fps |
| GeForce RTX 5080 Laptop | 32 fps | 54 fps | 98 fps |
Testsysteme
Übersicht
Da Gaming-Benchmarks sehr zeitaufwändig sind und teilweise durch Aktivierungsbeschränkungen hinausgezögert werden, können wir zur Veröffentlichung der Artikel nur eine begrenzte Zahl an Ergebnissen präsentieren. Weitere GPUs folgen.



























