ChatGPT Atlas endet am 9. August: So rettest du deine Daten

Wer ChatGPT Atlas nutzt, hat noch sechs Tage. Am 9. August 2026 schaltet OpenAI seinen KI-Browser ab. Danach lässt er sich laut Hersteller möglicherweise nicht mehr öffnen und surft auch nicht mehr. Angekündigt hat OpenAI das am 9. Juli und nennt es selbst eine Auslaufphase von rund 30 Tagen.
Atlas kam am 21. Oktober 2025 auf den Mac. Technisch steckte Googles Chromium darin, also derselbe Unterbau wie bei Chrome, nur mit fest eingebautem ChatGPT. Bis zur Abschaltung sind es keine zehn Monate.
Diese Daten verschwinden
Der wichtigste Satz steht im Hilfetext von OpenAI und geht in den Meldungen gern unter. Nichts wandert automatisch mit. Lesezeichen nicht, offene Tabs nicht, der Verlauf auch nicht.
Wer seine Lesezeichen behalten will, exportiert sie in Atlas als HTML-Datei und importiert sie danach woanders. In Chrome führt der Weg über Mehr, dann Lesezeichen und Listen, dann Lesezeichen und Einstellungen importieren. Offene Tabs sicherst du am besten als Lesezeichen oder kopierst die Adressen in ein Dokument. Beim Verlauf gilt dasselbe. Was du später noch brauchst, speicherst du vorher.
Cookies und aktive Anmeldungen sind der unangenehme Teil. Cookies sind kleine Dateien, mit denen eine Webseite dich wiedererkennt, ohne dass du dich neu anmeldest. OpenAI bietet einen Export an, wo es geht, warnt im selben Atemzug aber davor, solche Dateien weiterzugeben. Wer sie hat, kann sich als du ausgeben. In einen anderen Browser importieren lassen sie sich ohnehin nicht. Praktisch bedeutet das einmal überall neu anmelden.
Deine ChatGPT-Unterhaltungen sind davon nicht betroffen. Die hängen am Konto, nicht am Browser.
Sitzenbleiben ist keine Option
OpenAI wird ungewöhnlich deutlich, warum niemand auf Atlas bleiben sollte. Browser brauchen laufende Sicherheitspflege, und ein eingestelltes Produkt bekommt sie irgendwann nicht mehr. Genau da liegt das Risiko. Ein Browser sieht jede Seite, die du öffnest, und jedes Passwort, das du eintippst.
Wie schnell KI im Browser zum Einfallstor wird, hat sich zuletzt mehrfach gezeigt. Bei Microsoft Copilot konnten Webseiten der KI heimlich Befehle unterschieben. Getarnte Ad-Blocker lasen ChatGPT- und Gemini-Chats mit.
Wohin die Funktionen wandern
Gestrichen wird nichts ersatzlos. OpenAI packt das eigenständige Surfen der KI, bei dem der Assistent selbst klickt und Formulare ausfüllt, in die neue ChatGPT-Desktop-App. Mehrere Tabs, Downloads und Anmeldungen sollen dort funktionieren. Wer bei Chrome bleiben will, nutzt die ChatGPT-Erweiterung oder die Seitenleiste.
Ein eigener Browser war für OpenAI offenbar der teurere Weg. Die Funktionen bleiben, das Programm drumherum fällt weg.





