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ChatGPT: Wo die Werbung schon läuft und wie du sie abschaltest

Hand hält ein Smartphone, auf dem unter einer KI-Antwort eine als gesponsert markierte Anzeige steht
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So sieht Werbung in ChatGPT aus: ein als gesponsert markierter Block unter der Antwort. In Deutschland läuft der Test bislang nicht.
OpenAI testet seit Februar Anzeigen in ChatGPT. Das Buchungswerkzeug für Unternehmen ist inzwischen in sieben Ländern freigeschaltet, Brasilien und Mexiko stehen auf der Warteliste, Deutschland fehlt ganz. Wer Anzeigen sieht, wird sie los, zahlt aber mit weniger Nachrichten pro Tag oder mit einem Abo.

OpenAI hat am 9. Februar 2026 damit begonnen, Anzeigen in ChatGPT einzublenden. Angekündigt war der Schritt seit Januar. Zuerst lief der Test nur in den USA, nur für angemeldete Erwachsene und nur in den Tarifen Free und Go. Ein halbes Jahr später zeigt die eigene Länderliste des Unternehmens, wie weit er tatsächlich gediehen ist. Und wo er noch nicht angekommen ist.

Sieben Länder freigeschaltet, zwei warten noch

Die Übersicht Ads Manager Availability im OpenAI Help Center listet mit Stand 6. August Australien, Kanada, Japan, Korea, Neuseeland, das Vereinigte Königreich und die USA als verfügbar. Brasilien und Mexiko tragen den Vermerk Coming Soon. Deutschland taucht in der Tabelle überhaupt nicht auf.

Die Liste beschreibt die Seite der Werbetreibenden, also wo Unternehmen Anzeigen buchen können. Für Nutzer ist eine zweite Angabe wichtiger. In den häufigen Fragen schreibt OpenAI, dass die Werbeeinstellungen in ChatGPT bislang nur Free- und Go-Nutzern in den USA zur Verfügung stehen.

Angekündigt war mehr. Am 7. Mai teilte OpenAI mit, man plane in den kommenden Wochen die Ausweitung auf Großbritannien, Mexiko, Brasilien, Japan und Südkorea. Drei dieser fünf Märkte stehen inzwischen auf verfügbar. Brasilien und Mexiko nach drei Monaten noch nicht.

Wer Anzeigen sieht und wer nicht

Anzeigen können in den Tarifen Free und Go erscheinen. Plus, Pro, Business, Enterprise und Edu bleiben werbefrei. Konten, bei denen OpenAI Minderjährige vermutet, bekommen keine Anzeigen. Temporäre Chats ebenfalls nicht. Auch im Browser ChatGPT Atlas laufen während des Tests keine Anzeigen, abgeschaltet wird er am 9. August trotzdem.

Die Anzeigen stehen unterhalb einer Antwort, sind als gesponsert gekennzeichnet und optisch abgesetzt. OpenAI betont, dass sie die Antworten nicht beeinflussen, weil sie auf getrennten Systemen laufen. Ausgeschlossen sind Anzeigen in der Nähe sensibler Themen, konkret körperliche und psychische Gesundheit sowie Politik. Politische Werbung ist in ChatGPT derzeit generell nicht erlaubt.

So wirst du die Werbung wieder los

Es gibt drei Wege. Der erste ist das Upgrade auf Plus oder Pro, beide Tarife sind werbefrei. Wer dafür nichts zahlen möchte, findet gelegentlich Aktionen mit kostenlosem Zugang.

Der zweite Weg ist der Ads-Free-Schalter im Free-Tarif. Unter Einstellungen, dann Werbeeinstellungen, dann Abo wechseln lassen sich die Anzeigen kostenlos abschalten. Der Preis dafür steht im Kleingedruckten. Das Nachrichtenlimit sinkt, und einige Werkzeuge fallen weg. OpenAI nennt ausdrücklich Bildgenerierung und Deep Research, also die ausführliche Recherchefunktion. Wer später wieder mehr Kontingent braucht, kann über ein Banner am Limit zurück in die werbefinanzierte Variante wechseln.

Der dritte Weg ist der temporäre Chat, dort erscheint ohnehin keine Werbung.

Ein Punkt wird oft verwechselt. Die Personalisierung zu deaktivieren entfernt keine einzige Anzeige. Es ändert nur, woraus sie ausgewählt wird. Ohne Personalisierung zählt allein der aktuelle Gesprächsverlauf. Mit Personalisierung fließen frühere Chats, gespeicherte Erinnerungen und das eigene Verhalten gegenüber Anzeigen mit ein.

Was Werbetreibende zu sehen bekommen

Von den Gesprächen nichts. Laut OpenAI erhalten Werbetreibende ausschließlich zusammengefasste Kennzahlen wie Aufrufe und Klicks. Chats, Chatverlauf, gespeicherte Erinnerungen, Name, E-Mail-Adresse, genauer Standort und IP-Adresse bleiben außen vor. Wer einem Werbetreibenden über eine Anzeige direkt schreibt, gibt genau diese Nachrichten preis, mehr nicht.

Die gesammelten Anzeigendaten lassen sich in den Einstellungen löschen. Danach dauert es bis zu 30 Tage, bis sie von den Servern verschwunden sind.

Für die Konkurrenz ist das Thema ein Angriffspunkt. Anthropic hat sich rund um einen Super-Bowl-Spot darauf festgelegt, seinen Assistenten Claude werbefrei zu halten.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-08 > ChatGPT: Wo die Werbung schon läuft und wie du sie abschaltest
Autor: Steffen Zahn,  6.08.2026 (Update:  6.08.2026)