ChatGPT macht jetzt GIFs und merkt sich deine Fotos für später

OpenAI hat am 4. November Images 2.6 vorgestellt. Das neue Bildmodell steckt in ChatGPT, im Programmierwerkzeug Codex und in der Schnittstelle für Entwickler. Laut OpenAI ist es ab sofort weltweit in allen Abo-Stufen verfügbar, auf dem Desktop, im Browser und in den Apps. Bilder entstehen demnach 50 Prozent schneller als bisher. Wer ein Bild nachbearbeitet, soll außerdem weniger Überraschungen erleben, weil Kleidung, Gesichter und Produktdetails über mehrere Änderungen hinweg gleich bleiben. Neu sind zwei Funktionen, die über reine Bilder hinausgehen.
Aus Foto oder Skizze wird eine Endlosschleife
ChatGPT erstellt jetzt animierte GIFs. Du beschreibst, was sich bewegen soll, oder lädst ein Standbild hoch und bittest um eine Animation. Laut der OpenAI-Hilfe zu ChatGPT Images lässt sich danach das Tempo anpassen, die Datei speichern oder teilen. Änderungen wünschst du dir einfach im Chat. Ein GIF, das du selbst hochlädst, kann ChatGPT allerdings nicht bearbeiten. Die Hilfe spricht beim Stand vom 7. November noch von einer laufenden Verteilung, nicht jedes Konto sieht die Funktion also schon. Auf der deutschen Bilderseite von ChatGPT taucht bereits eine Vorlage für ein animiertes Reaktions-GIF auf, das haben wir am 8. November ohne Anmeldung geprüft. Wie viele Animationen der Gratistarif erlaubt, hat OpenAI nicht genannt.
ChatGPT merkt sich jetzt Fotos unter einem Namen
Die zweite Neuerung betrifft deine eigenen Bilder. Du lädst ein Foto hoch, gibst ihm einen Namen und rufst es in späteren Chats mit einem @ wieder auf. OpenAI nennt als Beispiel den Hund Pepper, der als @Pepper zum Aquarell wird. ChatGPT kann laut Hilfe auch von sich aus anbieten, ein Foto zu speichern, sobald du es beschreibst. Das spart erneutes Hochladen. Gleichzeitig liegt das Bild damit dauerhaft in deinem Konto. Wo sich diese Referenzen verwalten lassen und wie du sie löschst, steht in der Hilfeseite bisher nicht. Für fertige Bilder gilt dagegen eine klare Regel. Sie landen automatisch im Bereich Bilder und verschwinden erst, wenn du den Chat löschst, in dem sie entstanden sind.
Gespeicherte Fotos echter Menschen werfen eine weitere Frage auf. Trending Topics weist darauf hin, dass sich Personen mit Referenzbild und Animation noch leichter in Szenen setzen lassen, die nie stattgefunden haben. Wie OpenAI solche GIFs absichert, ist offen. Laut der OpenAI-Hilfe zu Herkunftssignalen tragen Bilder aus ChatGPT sowohl Content Credentials als auch ein unsichtbares SynthID-Wasserzeichen. GIFs nennt die Seite nicht eigens. Ähnliche Markierungen setzt inzwischen auch Anthropic, wie unser Bericht zum Wasserzeichen in Claude-Texten zeigt.
Fotos von Kindern oder anderen Menschen solltest du nur speichern, wenn die Betroffenen einverstanden sind. Was du hochlädst, ist Teil deiner Chats. Ob OpenAI diese Inhalte für das Training nutzen darf, regelst du in den Datenkontrollen, wie unser Ratgeber zum KI-Training erklärt. Was die einzelnen Tarife von ChatGPT, Gemini und Claude kosten, zeigt unser Vergleich der KI-Abos.
Quelle(n)
OpenAI: Wir stellen vor: Images 2.6
OpenAI-Hilfe: Images in ChatGPT
OpenAI-Hilfe: ChatGPT Release Notes
OpenAI-Hilfe: Provenance signals in OpenAI-generated content
Trending Topics: ChatGPT Images 2.6, OpenAI Adds GIFs
TechRadar: ChatGPT Images 2.6 is here, and it can turn your photos into animated GIFs
The Decoder: ChatGPT can now turn text prompts and photos into animated GIFs





