Commodore verteidigt Preis des Callback 8020 Retro-Klapphandy – und senkt ihn dann doch

Das Commodore Callback 8020 wurde Mitte Juni angekündigt. Während das Retro-Design die Commodore-Zielgruppe ansprechen konnte, haben Kunden den Preis kritisiert. Mit 499 US-Dollar (ca. 439 Euro) kostet das Klapphandy mehr als ein modernes Mittelklasse-Smartphone wie das Motorola Edge 70 (ca. 399 Euro auf Amazon).
Und das, obwohl die Ausstattung mit einem MediaTek Helio G81, einem 3,25 Zoll Display, 4 GB RAM und 64 GB Flash-Speicher eher an ein Einsteiger-Smartphone aus dem letzten Jahrzehnt erinnert. Wenige Tage nach der Ankündigung hat Commodore auf die Kritik reagiert, und den hohen Preis in einem Blogeintrag verteidigt. Demnach könnte "niemand" ein Gerät wie das Commodore Callback 8020 günstiger anbieten. Laut Commodore hätte der Konzern das Design und sogar das Mainboard von Grund auf selbst entwickelt, und auch die Software auf Basis von Sailfish OS gravierend angepasst.
In Verbindung mit den steigenden Kosten für RAM und Flash-Speicher, und der Tatsache, dass Commodore "nur" Zehntausende statt Hunderttausende Einheiten produzieren wird, soll der hohe Preis unvermeidbar gewesen sein. Die Vorbestellungen dürften die Erwartungen des Herstellers aber nicht erfüllt haben, denn jetzt wird der Preis doch reduziert. Alle Varianten bis auf die goldene Version können ab 30. Juni für 399 US-Dollar (ca. 349 Euro) vorbestellt werden.
Um den geringeren Preis zu ermöglichen, nimmt Commodore zwei Änderungen vor. Erstens werden die verkabelten Ohrhörer nicht mehr mitgeliefert, sondern als optionales Zubehör separat verkauft. Und zweitens veranschlagt Commodore für "Premium-Speicher" einen Aufpreis – die günstigste Version des Callback 8020 nutzt nun recycelte Speicherchips, die von Mainboards alter Geräte geborgen wurden. Wer das Klapphandy am 30. Juni vorbestellt, erhält weitere 50 US-Dollar Rabatt, sodass der Preis effektiv auf 349 US-Dollar (ca. 306 Euro) sinkt.









