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Das erste faltbare Notebook mit flexiblem Display kommt von Lenovo (Hands-On)

Lenovo zeigt sein erstes faltbares Notebook mit flexiblem Display (Bild: TheVerge)
Lenovo zeigt sein erstes faltbares Notebook mit flexiblem Display (Bild: TheVerge)
Im Rahmen der ThinkPad X1-Familie arbeitet Lenovo an einem faltbarem PC, dessen Innenseite komplett aus einem flexiblem OLED-Display besteht. Zum präsentierten Prototyp liegen einige Specs und Hands-On-Videos vor, das erste faltbare Notebook wird aber erst 2020 im Handel auftauchen.

Faltbare Smartphones beziehungsweise Tablets, die sich zu einem Smartphone zusammenfalten lassen, sind der Trend des Jahres 2019, auch wenn die meisten von uns wohl frühestens im nächsten Jahr tatsächlich an den Kauf eines dieser flexiblen Hybriden denken werden. 2020 dürfte uns allerdings auch ein 13 Zoll-Notebook zur Verfügung stehen, das sich durch Falten auf die Hälfte seiner Größe reduzieren lässt - de facto also ein faltbares Riesen-Tablet.

Flexibles 13,3 Zoll-Display

Lenovo hat den faltbaren PC nun bereits im Rahmen der ThinkPad X1-Familie geoutet und neben einigen Renderbildern und einem kleinen Teaservideo auch einen Prototypen vorgeführt, der unten in einigen Hands-On-Bildern und Videos zu sehen ist. Alle Spezifikationen zu diesem spannenden Falt-Pad sind noch nicht bekannt, aktuell setzt Lenovo offenbar auf ein flexibles 13,3 Zoll OLED-Display von LG, welches mit 1.920 x 1.440 Pixeln auflöst und im halb-gefalteten Zustand durch eine Soft-Tastatur wie ein Laptop benutzbar ist und voll aufgeklappt zum herkömmlichen Tablet wird. 

Wie Yoga Book nur moderner

Das erinnert natürlich stark an das Yoga Book (bei Amazon aktuell ab 1.185 Euro), ebenfalls von Lenovo, welches noch zwei separate Displays einsetzt und als Tablet daher nicht zu gebrauchen ist. Lenovo bewirbt zum Falt-ThinkPad auch einen Buch-Modus mit unterschiedlichem Inhalt auf beiden Seiten, natürlich werden auch Stift oder externe Tastaturen unterstützt. (Eine kleine Funk-Tastatur und der Stift sollen nach aktueller Planung aber mit im Paket sein.) Während der integrierte Intel-Prozessor noch nicht bekannt ist, ergibt sich aus den diversen Hands-On-Berichten, dass wir es hier mit einem maximal 900 Gramm schweren ThinkPad mit 4:3-Display, zwei USB-C-Ports, Windows Hello-kompatibler IR-Kamera und Stereolautsprechern zu tun haben.

Günstig wird's wohl ned

Der große Nachteil dieses Designs ist natürlich, dass im Laptop-Modus, wenn also etwa ein Drittel des Displays als Tastatur genutzt wird, nur noch ein etwa 9,6 Zoll großes Display für Inhalte übrig bleibt. Das könnte den meisten Käufern vielleicht doch etwas zu wenig sein, zumal Lenovo das faltbare Thinkpad X1 2020 wohl nicht gerade günstig anbieten wird. Wenn schon faltbare Smartphones über 2.000 Euro kosten können, rechnen wir bei einem faltbaren PC nicht mit Kosten unter 3.000 Euro. Aber lassen wir uns mal überraschen! 

Hands-On 

Im Hands-On unserer amerikanischen Kollegen von TheVerge und Tom's Hardware offenbart sich der noch nicht ganz fertige Zustand des innovativen Falt-Laptops. Details zum Scharnier hat Lenovo noch nicht verraten, davon durften auch keine Photos gemacht werden, zudem bemängelen die ersten Tester das Display von LG, das von der Seite schlecht einsehbar ist und je nach Blickwinkel andere Farben anzeigt.  In einem der Bilder unten sieht man leider auch die Falte sehr gut, insbesondere im halb aufgeklappten Buch-Modus - das könnte einige Nutzer stören. Dennoch: Als luxuriöser E-Reader wäre das faltbare Lenovo-Book ideal, meint TheVerge, zumal es selbst im aufgeklappten Zustand kompakter ist als ein regulärer 13 Zöller und dann noch mal um die Hälfte schrumpfen kann. 

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Autor: Alexander Fagot, 14.05.2019 (Update: 14.05.2019)
Alexander Fagot
Alexander Fagot - Editor
Als Tech- und Gadget-begeisterter Allrounder mit Desktop-Selbstbau- und Overclocking-Vergangenheit, arbeitete ich als Filmvorführer noch mit dem guten alten 35 mm Film, bin dann zusehends auch professionell in die Computerwelt geschlittert und schuftete einige Jahre als Windows-Admin und Projektmanager. Nach längeren Reisen schreibe ich nun von allen Ecken dieser Welt aus als News-Redakteur für Notebookcheck und konzentriere mich im Moment tendenziell auf den Bereich Mobile.