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Der Billionen-Dollar-Club, mit dem niemand gerechnet hat: Micron Technology und SK Hynix schließen zu Samsung auf

Chip-Hersteller setzen weiter auf die Produktion von KI-bezogener Technologie.
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Chip-Hersteller setzen weiter auf die Produktion von KI-bezogener Technologie.
Die Nachfrage nach KI verändert den lange Zeit stagnierenden Markt für Speicherchips und macht ihn zu einem der heißesten Segmente der Technologiebranche. Der Boom steigert Umsätze und Aktienkurse, verknappt jedoch zugleich das Angebot an herkömmlichem DRAM- und NAND-Speicher. Dadurch könnten die Preise für PCs, Smartphones und andere Verbrauchergeräte mindestens bis 2028 steigen.

Vor zwei Jahren galt Arbeitsspeicher als einer der wenigsten vielversprechenden Bereiche des Chipmarkts. Es handelte sich um ein etabliertes Geschäft mit geringen Margen, geprägt von Schlagzeilen über fallende Preise und überschüssige Lagerbestände. Heute hat die KI-Welle die Branche jedoch komplett auf den Kopf gestellt: Der US-Hersteller Micron Technology und der südkoreanische Hersteller SK Hynix überschritten kürzlich innerhalb von nur 24 Stunden Abstand die Marke von 1 Billion US-Dollar Börsenwert – ein Meilenstein, den Samsung Electronics bereits einige Wochen zuvor erreicht hatte. Damit erreichten die drei größten Speicherchip-Hersteller der Welt erstmals gleichzeitig eine der höchsten Börsenbewertungen überhaupt. Die Aktie von Micron legte an der Wall Street um 19 Prozent zu und verzeichnete damit den stärksten Tagesgewinn seit 2011. Auslöser war eine Neubewertung durch die Investmentbank UBS, die ihr Kursziel von 535 auf 1.625 US-Dollar angehoben hatte. Auch der Aktienkurs von SK Hynix ist deutlich gestiegen und unterstreicht den neuen Boom im Technologiesektor.

Der wichtigste Treiber dieser Entwicklung ist HBM (High Bandwidth Memory). Dabei handelt es sich um einen speziellen Speichertyp, der in KI-Beschleunigern von Nvidia zum Einsatz kommt und die Verarbeitung enormer Datenmengen für große KI-Modelle ermöglicht. Die Technologie ist essenziell für den Betrieb von KI-Supercomputern, die ohne diese Speicherlösungen ihre Aufgaben nicht bewältigen könnten. Micron erzielte im zweiten Quartal 2026 einen Umsatz von 23,9 Milliarden US-Dollar, was einem Plus von 196 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Für das dritte Quartal erwartet das Unternehmen sogar einen Umsatzanstieg auf 33 Milliarden US-Dollar.

Dieser Trend hat direkte Auswirkungen auf Verbraucher. Da die Speicherhersteller einen immer größeren Teil ihrer Produktionskapazitäten für KI-Speicher reservieren, stehen weniger Ressourcen für die Fertigung herkömmlicher DRAM- und NAND-Chips zur Verfügung, die in Laptops, Desktop-PCs und Smartphones eingesetzt werden. Dies treibt die Preise weltweit nach oben. Michael Dell warnte bereits öffentlich davor, dass die Nachfrage nach diesen Komponenten voraussichtlich mindestens bis 2028 das Angebot übersteigen wird. Dadurch könnten sich die Engpässe bei DRAM- und NAND-Speicher weiter verschärfen und die Preise weiter steigen. Insgesamt dürfte Technologie für Verbraucher in den kommenden zwei Jahren spürbar teurer werden.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-05 > Der Billionen-Dollar-Club, mit dem niemand gerechnet hat: Micron Technology und SK Hynix schließen zu Samsung auf
Autor: Jacob Fisher, 29.05.2026 (Update: 29.05.2026)