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Dolphin Emulator: Android-Update bringt plattformübergreifendes Netplay und bessere Vibration – trotz „KI-Angriffen“

Dolphin Netplay mit Star Fox: Assault auf zwei unterschiedlichen Android-Geräten.
ⓘ Dolphin Emulator Team
Dolphin Netplay mit Star Fox: Assault auf zwei unterschiedlichen Android-Geräten.
Das Entwicklerteam des Dolphin Emulators hat sich zuletzt verstärkt auf Android konzentriert. Der aktuelle Fortschrittsbericht beschreibt unter anderem die Einführung von Netplay, eine verbesserte Vibrationsunterstützung und sogar die Integration in die Android-Systemeinstellungen. Gleichzeitig berichten die Entwickler von einer Welle ständig neuer, KI-generierter Sicherheitsmeldungen.

Für Android-Nutzer des Dolphin Emulators ist es ein großer Monat, denn der neueste Fortschrittsbericht zum Emulator widmet sich fast ausschließlich neuen Android-Funktionen, die in den jüngsten Builds eingeführt wurden. Die mit Abstand größte Neuerung ist die Öffnung von Netplay für ein vollständig plattformübergreifendes Spielerlebnis. Bislang setzte Dolphin Netplay voraus, dass beide Spieler dasselbe Betriebssystem verwenden.

Zwar gibt es weiterhin alternative Lösungen wie Steam Remote Play oder Parsec, doch die Überarbeitung des integrierten Dolphin-Netplays dürfte für die bestehende Community von Netplay-Fans eine große Verbesserung darstellen. Klassiker und häufig übersehene Spiele wie Sonic Adventure 2, Mario Party 7, Mario Strikers, Kirby Air Ride, F-Zero GX, TimeSplitters 2, Star Fox Assault und WarioWare, Inc.: Mega Party Games dürften von dem Update besonders profitieren. Auch Super Smash Bros. Melee wäre hier zu nennen, allerdings gibt es dafür bereits Slippi.

Neben Netplay bringt Dolphin für Android weitere Verbesserungen mit. Dazu zählen eine optimierte Vibrationsunterstützung, die Aufnahme der Dolphin-Einstellungen in die Android-Einstellungssuche und sogar eine verbesserte Balance-Board-Unterstützung über die MayFlash DolphinBar. Vor allem die verbesserte Vibrationsunterstützung ist eine bedeutende Neuerung, denn neben einer höheren Kompatibilität lassen sich nun auch Touch-Feedback und Vibration getrennt voneinander deaktivieren.

Selbst zwischen unterschiedlichen x86-PC-Architekturen, insbesondere aber unter Android, kann es beim plattformübergreifenden Dolphin-Netplay mit der Zeit zu Synchronisationsproblemen kommen.

Abseits der Android-spezifischen Änderungen bringt der Dolphin-Fortschrittsbericht für September – beziehungsweise Release 2609 – auch eine Option mit, um die XFB-Framebuffer-Auflösung im OSD von Dolphin anzuzeigen. Das kann durchaus aufschlussreich sein, da sowohl der Nintendo GameCube als auch die Wii nicht-quadratische Pixel verwendeten.

Dank der Nutzung von CMake wurden außerdem Visual-Studio-Build-Dateien entfernt. Dadurch sollte es für Windows-Nutzer seltener notwendig sein, Visual Studio manuell zu aktualisieren.

Das Entwicklerteam des Dolphin Emulators verzeichnet zudem einen exponentiellen Anstieg bei Meldungen zu Sicherheitsproblemen, auch wenn die absoluten Zahlen das zunächst nicht vermuten lassen. Seit Jahresbeginn hat das Team „mehr als 10 Meldungen“ erhalten – mehr als in den vergangenen zehn Jahren zusammen.

Früher konnte ein einzelnes Sicherheitsproblem in Dolphin einen eigenen Fortschrittsbericht füllen. Heute genügt einem Hobby-Bugjäger offenbar ein KI-Agent, um Dolphin auf Schwachstellen zu untersuchen. Glücklicherweise handelte es sich bei den meisten gemeldeten Problemen lediglich um einfache Pufferüberläufe, ähnlich dem einzelnen Fehler, der im Dolphin-Fortschrittsbericht vom April 2024 behandelt wurde.

Um die Zahl überflüssiger Meldungen einzudämmen, nutzt Dolphin nun den bestehenden GitHub-Prozess für Schwachstellenmeldungen, damit Sicherheitsprobleme nicht mehr im normalen Bugtracker landen. Sicherheitskorrekturen müssen leider priorisiert werden, doch das gehört 2026 schlicht zur Softwareentwicklung dazu. In diesem Zusammenhang gab es außerdem die Befürchtung, dass ein macOS-Kryptominer seinen Weg in die Mac-Version von Dolphin gefunden haben könnte. Glücklicherweise stellte sich dies als unbegründet heraus.

Alle Details zu den jüngsten Arbeiten des Dolphin-Teams und den Verbesserungen am Emulator finden sich im vollständigen Fortschrittsbericht. Für Android-Nutzer von Dolphin oder alle, die ihre liebsten GameCube- und Wii-Spiele gemeinsam mit Freunden emulieren möchten, gibt es nun jedenfalls einen guten Grund loszulegen: Netplay funktioniert jetzt plattformübergreifend.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-09 > Dolphin Emulator: Android-Update bringt plattformübergreifendes Netplay und bessere Vibration – trotz „KI-Angriffen“
Autor: Christopher Harper, 24.09.2026 (Update: 24.09.2026)