So wurde Steam zur größten digitalen Plattform für PC-Spiele

Steam ist seit mehreren Jahren der größte digitale Marktplatz für PC-Spiele. Die von Gabe Newell und seinem Unternehmen Valve entwickelte Plattform ist 2003 gestartet, zunächst zur Bereitstellung von Updates und Patches für Valves Spiele. Seitdem ist sie enorm gewachsen und zur wichtigsten Anlaufstelle für Entwickler und Publisher geworden, die ihre Spiele vertreiben möchten. Hinter der ursprünglichen Idee steckte allerdings weniger ein uneigennütziger Gedanke als vielmehr Frust. In der Konzeptphase hieß die Plattform zudem noch gar nicht Steam.
Über die Entstehung von Steam hat der YouTuber Indie Game Joe in seiner allerersten Podcast-Folge mit Counter-Strike-Mitschöpfer Minh "Gooseman" Le gesprochen. Le hat von seinen Anfängen bei Valve, der Zusammenarbeit mit Gabe Newell und einigen von dessen eigenwilligen Gewohnheiten erzählt. Anschließend ist er auf die Entstehung von Steam eingegangen. Die Idee sei aus Frust und dem Wunsch entstanden, nicht mehr direkt mit Publishern zusammenarbeiten zu müssen.
Laut Le hat Newell die Zusammenarbeit mit Sierra, dem Publisher von Half-Life, als "so schlechte Erfahrung" empfunden, dass er mit Publishern nichts mehr zu tun haben wollte. Daraus ist die Idee eines digitalen Marktplatzes entstanden, der zunächst auf Peer-to-Peer-Dateihosting basieren sollte. Dieser Ansatz hat jedoch nicht funktioniert, weil Valve die Sicherheitsprobleme nicht lösen konnte. Ursprünglich trug Steam außerdem den Namen Grid, der das Netz aus Peer-to-Peer-Verbindungen widerspiegeln sollte.
Intern stieß die Idee eines digitalen Marktplatzes allerdings auf Zweifel. Angesichts der damals langsamen Internetverbindungen erschien es laut Le abwegig, ganze Spiele herunterzuladen. Wie schnell die Übertragungsgeschwindigkeiten steigen würden, habe das Team jedoch nicht vorausgesehen. Umso beeindruckender sei es, wie weit sich Steam seitdem entwickelt habe.
Quelle(n)
Indie Game Joe auf YouTube











