Nach enttäuschender Steam-Frame-Reservierung: Scalper verkaufen Vorbestellungen für über 2.000 US-Dollar

Valve verschickt derzeit Updates zu den Steam-Frame-Reservierungen und informiert glückliche Käufer darüber, dass sie die Möglichkeit zur Vorbestellung erhalten werden. Spieler, die weniger Glück hatten, landen dagegen auf einer Warteliste. Zu allem Überfluss haben Scalper bereits damit begonnen, das VR-Headset zu überhöhten Preisen weiterzuverkaufen.
Grenzen des Losverfahrens
Der Marktplatz hat Maßnahmen ergriffen, um zu verhindern, dass eBay-Verkäufer vom Pech anderer profitieren. Steam-Konten ohne Beanstandungen können jeweils nur ein Headset reservieren. Bei den Anmeldungen für den Steam Controller kam noch das kritisierte Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ zum Einsatz. Beim Steam Frame werden die Bestell-E-Mails nach einem Losverfahren dagegen zufällig an registrierte Interessenten verschickt.
Trotz dieser Schutzmaßnahmen haben offenbar viele Personen gar nicht vor, das VR-Headset selbst zu nutzen. Noch bevor die E-Mails mit den Kauflinks verschickt werden, tauchen Steam-Frame-Reservierungen bereits auf eBay auf. Erfolgreiche Verkäufe der 256-GB-Version liegen bei über 1.700 US-Dollar (ca. 1.481 Euro), während die 1-TB-Variante häufig für 2.000 US-Dollar (ca. 1.742 Euro) oder mehr den Besitzer wechselt.

Verärgert über diese Entwicklung haben Fans die Auktionsplattform dazu aufgefordert, entsprechende Angebote zu entfernen. In einigen Fällen hatten sie damit Erfolg, wobei die Regeln zum Weiterverkauf von Vorbestellungen Interpretationsspielraum lassen. Valve untersagt die Übertragung von Einladungen auf andere Konten, kann den Weiterverkauf jedoch nicht verhindern, sobald Käufer ihre Geräte erhalten haben.
Regeln umgehen?
Aufseiten von eBay gelten mehrere Richtlinien für Vorverkäufe. Händler müssen garantieren, dass die Ware innerhalb von 40 Werktagen nach Zahlungseingang ausgeliefert wird. Kunden, die die Warteliste umgehen, könnten ihre vorbestellten Steam-Frame-Headsets schon in Kürze erhalten. Damit wäre die vorgeschriebene Frist eingehalten. Dennoch hat der Marktplatz offenbar genügend Beschwerden anerkannt, um einige Angebote zu entfernen.
Bereits vor dem Release der Hardware gab es Befürchtungen hinsichtlich begrenzter Lagerbestände. Sowohl bei der Steam Machine als auch beim Steam Controller ist die Verfügbarkeit angespannt. Offenbar ist es Valve auch beim neuen Wearable nicht gelungen, genügend Geräte zu produzieren, um die Nachfrage zu decken.
Steamframeout zeigt, dass unter den befragten Nutzern mehr Personen auf der Warteliste stehen, als E-Mails für eine Steam-Frame-Reservierung erhalten haben. Für Scalper sind das gute Nachrichten, da sie weiterhin von der Knappheit profitieren können. Enttäuschte Spieler könnten dagegen möglicherweise erst 2027 ein VR-Headset erhalten.




















