E-Motorrad im Retro-Look rollt bald los: Flying Flea C6 mit Qualcomm-Chip kurz vor Serienstart

Mit dem C6 eröffnet der Hersteller Royal Enfield gleichzeitig seine neue Elektro-Linie Flying Flea. Der Name greift ein historisches Modell der Marke auf, beim Auftritt setzt das neue E-Motorrad ebenfalls auf klassische Formen statt futuristischer Spielereien. Auffällig sind die kompakten Proportionen und die Girder-Vorderradaufhängung (Trapezgabel), die im Motorradmarkt heute selten geworden sind. Das Retro-E-Motorrad sieht stattdessen aus wie aus den 1930er oder 1940er Jahren.
Royal Enfield hat das Modell bereits auf mehreren Veranstaltungen gezeigt, darunter in Mailand und auf der letztjährigen CES. Die jetzige Sichtung auf öffentlichen Straßen in Indien ist aber wichtiger als jeder Messeauftritt, weil sie klar macht, dass es nicht mehr nur um eine Show-Maschine geht. CEO B. Govindarajan zufolge soll das Flying Flea C6 „fast serienreif“ sein. Interessierte sehen das E-Motorrad dann „im nächsten Quartal“.
Royal Enfield entwickelt die Steuerzentrale der C6 selbst. Die Vehicle Control Unit regelt laut Hersteller unter anderem Gasannahme, Rekuperation und Bremsgefühl. Hinzu kommen nach Herstellerangaben voraussichtlich Kurven-ABS, Traktionskontrolle, Tempomat, LED-Licht und ein digitales Cockpit. Einige Funktionen sollen später per App zugänglich sein.
Flying Flea C6: Leistung noch unbekannt
Zur konkreten Leistung des E-Motorrads hält sich der Hersteller weiterhin bedeckt. Weder die Kapazität des Akkus noch die Motorleistung stehen fest. Laden soll jedoch über eine normale Haushaltssteckdose mit drei Pins möglich sein. LED-Beleuchtung sowie ein digitales Cockpit gelten ebenfalls als gesetzt. Im indischen Heimatmarkt könnte das E-Motorrad laut dortigen Medienberichten für einen Preis von umgerechnet rund 2.400 Euro zu haben sein. Wie viel es bei Veröffentlichung in Europa kosten wird, ist nicht bekannt.
Bei den vernetzten Funktionen arbeitet Royal Enfield mit Qualcomm zusammen. Genannt wurde der Snapdragon QWM2290, der Dienste über Car-to-Cloud unterstützen soll. Geplant sind außerdem fünf Fahrmodi, frei anpassbare Einstellungen und ein Smartphone als Schlüssel.





