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Ein kurzer Blick auf Revoluts leuchtende LED-Crypto-Mastercard

Wir bezahlen mit den leuchtenden Augen der Revolut-Karte an einem EMV-Contactless-Terminal.
ⓘ Andreas Sebayang / Notebookcheck.com
Wir bezahlen mit den leuchtenden Augen der Revolut-Karte an einem EMV-Contactless-Terminal.
Revolut bietet seit einiger Zeit eine Mastercard an, in die die Neobank Lichtelemente verbaut hat. Wir haben uns die Karte kurzerhand bestellt, um sie uns anzuschauen. Für das Gebotene ist sie aber arg teuer.

Als wir per Zufall von Revoluts neuer Mastercard mit eingebauten LED-Augen erfahren haben, haben wir uns einfach mal gedacht: Die Karte bestellen wir. Denn Bezahlkarten mit Sonderfunktionen sind im deutschsprachigen Raum noch erstaunlich selten. Und das, obwohl es beispielsweise sogar OLED-Karten gibt oder Karten mit eingebauten Fingerabdrucklesern. Da ist technisch schon einiges möglich.

Die Karte kam auch recht fix. Bestellt haben wir sie am 7. Juli. Im Briefkasten lag sie dann am 11. Juli, obwohl sie laut Revolut frühestens am 17. Juli kommen sollte. Solche völlig übertriebenen Schätzungen haben wir aber schon öfter erlebt. Oder anders formuliert: Der Express-Zuschlag lohnt eigentlich nicht.

Die LEDs sind sehr schwach

Gleich beim ersten Versuch waren wir aber von den LED-Augen enttäuscht. Denn die sind ausgesprochen schwach. So schwach, dass wir sie unter der Sonne bei einem ersten Test nicht erkennen konnten und zunächst dachten, dass sie nur auf eine EMV-Protokollaushandlung reagieren.

Tatsächlich reagieren sie aber auf RFID oder NFC schon und sammeln so den Strom für das Leuchten ein. Da wird aber nichts gepuffert. Sobald die Karte nicht mehr in Reichweite ist, leuchten die Augen auch nicht mehr. Man kann sogar erkennen, dass dies leicht von der Distanz abhängig ist, denn die Augen werden dann dunkler.

Doch was machen die LEDs? Nun, sie leuchten. Was der Chip tatsächlich macht, lässt sich gar nicht anhand der Augen erkennen. Eine erfolgreiche Bezahlung mit unterschiedlichem Blinken hätten wir uns etwa gewünscht. Aber soweit wir erkennen können, befindet sich keine Logik zur Ansteuerung der Augen in der Karte. Kommt es zu einem Impuls, den man auch mit einem Smartphone und dessen NFC-Chip auslösen kann, dann leuchten die Augen einfach.

Im Unterschied zu den verspielten Bezahlkarten, die wir aus Ostasien kennen, enttäuscht uns das. Hier ist nämlich deutlich mehr möglich. Zum Vergleich: Unser kurzer Test der Easycard-Bezahlkarte in Form eines kleinen U-Bahn-Schlüsselanhängers der Metro Taipei zeigte viel mehr Funktionen. Die kleine U-Bahn sammelt genug Strom ein, um eine kleine Blink- und Soundsequenz zu starten. Natürlich ist das für eine Bezahlkarte vielleicht ein bisschen viel des Guten. Vor allem eine Soundsequenz würde wohl in einem Supermarkt etwas zu viel Aufmerksamkeit erzeugen. Mit den LEDs wäre aber sicher noch mehr drin.

Alte Mastercard-Funktionen noch vorhanden

Interessanterweise hat Revolut bei der Special Edition auch alte Funktionen beibehalten. Erst kürzlich gab Revolut etwa an, dass man auf das Aufdrucken der Kartennummer aus Sicherheitsgründen optional verzichten kann. Die LED-Karte von Revolut hat diese Option aber nicht.

Zudem hat die Karte auch noch ein Unterschriftsfeld. Das ist zwar noch erlaubt, aber eigentlich seitens Mastercard abgekündigt worden, und die Konkurrenz ist da auch weiter. N26 hat sich beispielsweise schon vor Jahren von dem Unterschriftsfeld verabschiedet. Anfangs war das im Ausland noch etwas problematisch. Mittlerweile sind solche Karten aber gängiger.

Verfügbarkeit der LED-Karte von Revolut

Die Karte kostet bei Revolut rund 30 Euro. Versandkosten fielen bei unserem Pluskonto für den regulären Versand nicht an. Wie uns Revolut auf Nachfrage sagte, ist die Karte auf 10.000 Stück limitiert. Nach der Bestellung ist es nicht mehr möglich eine zweite Karte zu bestellen. Die App meldet dann, dass das Limit erreicht wurde.

Fazit: Lohnt sich Revoluts LED-Karte? Eher nicht.

Die Revolut-Karte mit eingebauten LED-Augen ist definitiv ein nettes Spielzeug, mehr aber nicht. Weder bekommt man eine besonders hochwertige Karte noch hebt sich das LED-Feature von anderen Bezahlkarten mit Spielereien ab. 30 Euro für ein bisschen leuchten, ist schon recht viel Geld und das Motiv freilich Geschmacksache. Manch einer wird den Crypto-Bezug erkennen, auch wenn unsere Karte mit einem IBAN-Konto verknüpft ist.

Auf der anderen Seite spricht gerade Revolut mit seinen unzähligen Special Editions Kartensammler an und da liegt die LED-Karte im Mittelfeld, schließlich bietet die Neobank noch einige sehr teure Metallkarten an, die uns bisher einfach zu teuer waren. Wir würden daher sagen: für Fans interessant. Alle anderen sollten das Geld lieber anderweitig ausgeben.

 

 

Die LED-Beleuchtung wird durch einen Smartphone-Scan aktiviert.
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Die LED-Beleuchtung wird durch einen Smartphone-Scan aktiviert.
Die Rückseite offenbart ein Unterschriftsfeld und die Kartennummer.
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Die Rückseite offenbart ein Unterschriftsfeld und die Kartennummer.
Im Vergleich zu anderen Anbietern, bietet Revolut viele interessante Designs.
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Im Vergleich zu anderen Anbietern, bietet Revolut viele interessante Designs.

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Autor: Andreas Sebayang, 15.07.2026 (Update: 15.07.2026)