Der weltweit größte Batteriehersteller CATL hat die erste in Serie gefertigte Natrium-Ionen-Batterie vorgestellt. Das als „Lösung für extreme Kälte“ für Nutzfahrzeuge beworbene Akkupack kann selbst bei Außentemperaturen von -30 °C geladen werden und verliert im Betrieb bei -40 °C lediglich 10 % seiner Kapazität.
Damit löst das neue Natrium-Ionen-Akkupack von CATL das Kernproblem leichter Elektro-Lkws, Transporter und anderer Nutzfahrzeuge in arktischen Klimazonen, an dem die aktuelle Lithium-Ionen-Chemie bisher scheitert. Anstelle des vergleichsweise teuren Lithiumcarbonats in Batteriequalität, dessen Preis derzeit wieder anzieht, nutzt CATL für die kältefeste „Tianxing II“-Batterie das preiswerte und reichlich verfügbare Natrium. Die Leitfähigkeit dieses Materials nimmt bei sinkenden Temperaturen nicht ab. Zudem ist es bei weitem nicht so flüchtig wie Lithium, wodurch der 45-kWh-Natrium-Ionen-Akku auch im Falle eines Unfalls deutlich sicherer ist.
Neben der Natrium-Ionen-Batterie für kalte Regionen präsentierte CATL auch neue Versionen seiner Langstrecken- und Schnellladebatterien für leichte Nutzfahrzeuge. Die Langstrecken-Variante verfügt über ein massives 253-kWh-Akkupaket, das einen Lkw über 800 Kilometer weit antreiben kann. Die andere Variante lässt sich in nur 18 Minuten aufladen und deckt damit die Anforderungen moderner Flottenbetreiber ab.
Noch beeindruckender ist jedoch, dass das neue Natrium-Ionen-Akkupack von CATL eine beachtliche Energiedichte von 175 Wh/kg erreicht. Damit verdoppelt es nahezu die Werte der ersten kommerziell verfügbaren Natrium-Ionen-Versuche und zieht mit der weit verbreiteten und kostengünstigen LiFePO4-Zellchemie gleich. Dass die junge Batterietechnologie bereits marktreif ist, zeigt sich auch an ersten Endkundenprodukten wie der ersten Natrium-Ionen-Starthilfe, die bereits auf Amazon erhältlich ist.














