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Ex-PlayStation-Chef: Moderne AAA-Spiele sehen im Vergleich zur PS1- und PS2-Ära alle gleich aus

Eine Sammlung von PlayStation 1 Spielen
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Eine Sammlung von PlayStation 1 Spielen
Der ehemalige PlayStation-Manager Shawn Layden hat erklärt, dass die stark gestiegenen Entwicklungskosten von AAA-Spielen die Studios zu Fortsetzungen, Remakes und vertrauten Themen drängen, wodurch sich moderne Spiele zunehmend ähneln. Dem hat er die risikoärmeren PS1- und PS2-Zeiten gegenübergestellt, in denen niedrigere Budgets den Publishern Investitionen in experimentelle Titel wie PaRappa the Rapper und Katamari Damacy ermöglicht haben.

Der ehemalige PlayStation-Chef und frühere SIE-Präsident Shawn Layden hält die Videospielbranche inzwischen für zu homogen, da viele Titel wie Kopien voneinander wirken. Seiner Ansicht nach ist bei den Spielen der vergangenen Jahre "viel Vielfalt verloren gegangen", wofür er unmittelbar die stark gestiegenen Entwicklungsbudgets verantwortlich macht.

In einem aktuellen Interview mit dem YouTube-Kanal PSI hat Layden eine Preisverleihung als Beispiel dafür angeführt, wie stark die kreative Bandbreite neuer Titel geschrumpft ist. Der Branche fehle inzwischen jene Experimentierfreude, aus der einst Spiele wie PaRappa the Rapper oder Katamari Damacy hervorgegangen sind. Layden erklärte dazu:

"Ich war vor einigen Jahren bei einer Spielepreisverleihung und enttäuscht darüber, dass sämtliche Spiele der Präsentation entweder in einer Zombie-Apokalypse spielten, von irgendwelchen Space Marines handelten oder Männer im mittelalterlichen Europa mit riesigen Schwertern zeigten. Darauf konzentrierte sich fast alles, was entwickelt wurde. Viele Spiele sahen aus wie das Spiel neben ihnen und dieses wiederum wie sein Nachbar. Ich mache mir Sorgen, dass eigenwillige Spiele wie PaRappa the Rapper heute nicht mehr entwickelt werden."

Layden zufolge versuchen Studios und Entwickler zunehmend, Risiken zu vermeiden, indem sie Fortsetzungen und Remakes etablierter Marken produzieren oder Projekte freigeben, die lediglich zwei bekannte Ideen miteinander verbinden.

Für diese Vorsicht gibt es allerdings einen klaren Grund: Die Entwicklung eines AAA-Spiels kann heute leicht mehr als 87 Millionen Euro kosten. Zu Hochzeiten der PS1 ließ sich ein Spiel noch für rund 5 bis 6 Millionen Dollar entwickeln und veröffentlichen. Dadurch konnten Entwickler und Studios experimentieren und herausfinden, welche Konzepte bei den Spielern Anklang finden. Layden hat dies offen erläutert:

Auf der PS1 gab es so viele verrückte Spiele, weil das Verhältnis von Kosten und Risiko beherrschbar war. Es war durchaus möglich, 6 bis 7 Millionen Dollar in ein gescheitertes Projekt zu investieren und anschließend zu sagen: 'Zumindest haben wir etwas daraus gelernt.' Wenn heute aber jeder Würfelwurf einen dreistelligen Millionenbetrag kostet, sinkt die Risikobereitschaft praktisch auf null. Solange Spiele ausschließlich anhand von Umsatzprognosen beurteilt werden, geht die Risikobereitschaft ebenfalls gegen null.

Ist ein Projekt gescheitert und bei den Spielern nicht angekommen, ließ sich der Verlust damals noch verkraften. Heute fällt das erheblich schwerer, da ein einzelnes AAA-Projekt laut Layden mehr als 262 Millionen Euro kosten kann. In einem früheren Gespräch hat Layden zudem auf die PS2-Ära zurückgeblickt, in der Führungskräfte ihre Meinung freier äußern und fragen konnten: "Warum nicht darauf setzen und sehen, was passiert?"

Assassin's Creed Black Flag Resynced ist ein konkretes Beispiel dafür, wie eine risikoarme Strategie heute aussieht. Für Ubisoft war das Remake eines der beliebtesten Serienteile eine vergleichsweise sichere und zugleich aussichtsreiche Entscheidung. Es war nahezu sicher, dass der Titel dem Unternehmen helfen würde, sich von wiederkehrenden finanziellen Rückschlägen zu erholen und zugleich die Fans zufriedenzustellen.

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-07 > Ex-PlayStation-Chef: Moderne AAA-Spiele sehen im Vergleich zur PS1- und PS2-Ära alle gleich aus
Autor: Rahim Amir Noorali, 15.07.2026 (Update: 15.07.2026)