Fazit - T-Rex Ultra 2 taugt für die Expedition und den Alltag
Die Amazfit T-Rex Ultra 2 ist ein Versprechen. Sie taugt für das große Abenteuer. Funktioniert auch bei -30 Grad Celsius, hält ewig durch und verliert nie die Satellitenverbindung. Im Alltag überzeugt die Smartwatch mit ihrem großen, hellen Display und langer Akkulaufzeit.
Die Größe passt jedoch nicht an alle Handgelenke und beim Sport kann die Ultra 2 leicht verrutschen. Die App-Auswahl ist eingeschränkt, mobiles Zahlen meist nur über Umwege möglich.
Pro
Contra
Preis und Verfügbarkeit
Amazfit ruft für die T-Rex Ultra 2 eine UVP von 550 Euro auf. Die Smartwatch wird direkt über die Seite des Herstellers verkauft, aber auch über andere große Händler, wie etwa Amazon. Die Ultra 2 gibt es lediglich in einer Größe, einer Farbe und einer Ausstattung. Sie ist zum Testzeitpunkt verfügbar.
Inhaltsverzeichnis
- Fazit - T-Rex Ultra 2 taugt für die Expedition und den Alltag
- Gehäuse und Ausstattung – T-Rex Ultra 2 mit rießigem Titan-Gehäuse
- Einrichtung und Bedienung - Nur mit der Zepp-App
- Gesundheit und Fitness - BioCharge und PAI für den Gesundheits-Überblick
- Display - T-Rex Ultra 2 wird hell, aber liegt nicht an der Spitze
- Performance und Laufzeit - Kaum Infos zur T-Rex Ultra 2
- Mögliche Alternativen im Vergleich
Amazfit biete eine Vielzahl verschiedener Smartwatches in allen Preisklassen. Die T-Rex Ultra 2 fällt in das Genre der großen Abenteueruhren, die auch unter extremen Bedingungen funktionieren, navigieren und lange durchhalten sollen. Prominente Konkurrenten sind die Apple Watch Ultra 2, die Samsung Galaxy Watch Ultra oder die Huawei Watch Ultimate 2.
Gehäuse und Ausstattung – T-Rex Ultra 2 mit rießigem Titan-Gehäuse
Amazfit spendiert der T-Rex Ultra 2 ein Gehäuse aus Titan. Mit einem Gehäusedurchmesser von 51 Millimetern und einer Höhe von fast 15 Millimetern fällt die Smartwatch ziemlich wuchtig aus. Der Eindruck wird durch das kantige Design weiter verstärkt.
Passend dazu fällt das Kautschuk-Armband mit 26 Millimetern breit aus. Es kann werkzeuglos gewechselt werden, der Bandanschluss ist allerdings proprietär. Das 1,5 Zoll große AMOLED-Display wird durch den Titanrahmen überragt und dadurch geschützt.
Eine Besonderheit ist die im Rahmen verbaute LED-Taschenlampe mit verschiedenen Helligkeitsstufen, die sehr brauchbar ist. NFC für drahtloses Bezahlen ist an Bord, Mobilfunk unterstützt die T-Rex Ultra 2 allerdings nicht.
Im Gehäuse sind vier große Tasten untergebracht. Diese sind gut erreichbar, sitzen jedoch mit Spiel im Gehäuse. Ebenso gibt es einen Lautsprecher, Mikrofone und einen Tiefensensor. Die Smartwatch darf laut Hersteller bis zu 45 Meter tief tauchen.
Für die Größe der Uhr ist die Smartwatch mit 93 Gramm inklusive Band und 69 Gramm ohne Band erstaunlich leicht.
Nachhaltigkeit - Kaum Infos von Amazfit
Die Verpackung der Amazfit T-Rex Ultra 2 besteht zu 100 Prozent aus recyclingfähigem Material. Das Ladepad kann mit jedem beliebigen USB-C-Kabel verbunden werden. Mehr Informationen zum Thema Nachhaltigkeit liefert der Hersteller nicht.
Einrichtung und Bedienung - Nur mit der Zepp-App
Für die Einrichtung und den Betrieb der Amazfit-Smartwatch muss die Zepp-App installiert werden. Die gibt es für Android und iOS. Nach der Installation benötigt die App einige Berechtigungen. Im Anschluss wird die Smartwatch zügig gefunden und per Scannen eines QR-Codes verbunden.
Nach grundlegenden Einstellungen liefern App und Uhr ein kurzes Tutorial zur Bedienung. Die Smartwatch kann sowohl über die vier Tasten, als auch per Wischgesten auf dem Touchscreen bedient werden. Einstellungen sind meist sowohl direkt auf der Smartwatch auch als in der App möglich.
In der App werden zudem alle gesammelten Daten ausgewertet und angezeigt.
Telefonie und Benachrichtigungen - T-Rex Ultra 2 mit QWERTZ-Tastatur
Dank Mikrofon und Lautsprecher kann die T-Rex Ultra 2 auch zum Telefonieren genutzt werden, allerdings nur, wenn das gekoppelte Smartphone in der Nähe ist. Die Sprachqualität geht für kurze Anrufe in Ordnung, der Lautsprecher wird ausreichend laut.
Überzeugen kann die Amazfit-Smartwatch auch bei den Benachtrichtigungen. Die T-Rex Ultra 2 zeigt im Testzeitraum eingehende Nachrichten meist zuverlässig an. Auch Emojis und Bilder kann die Uhr in Chats anzeigen. Antworten sind per Kurzantwort, Spracheingabe oder vollwertiger QWERTZ-Tastatur möglich. Die Eingaben gelingen meist fehlerfrei.
Welche Apps Benachrichtigungen senden dürfen, kann individuell in der Zepp-App eingestellt werden. Wenige Male verlor die Smartwatch im Test die Verbindung zum Smartphone, obwohl es in der Nähe lag. Außerdem wurden durch ein Update die Benachtigigungseinstellungen geändert.
Sprach-Assistent - Auch offline und auf OpenAI-Basis
Amazfit setzt auf einen eigenen Sprachassistenten - Zepp Flow. Per Sprachbefehl können Einstellungen auf der Uhr verändert oder Apps geöffnet werden. Die Software gibt Antworten per Sprache aus und zeigt Informationen auf dem Display.
Bei der Bedienung kommt es zu kurzen Wartezeiten. Außerdem hat der Assistent keinen Zugriff auf Informationen aus dem Internet, etwa zu Öffnungszeiten. Im Test kommt es immer wieder zum Wechsel der Sprache zwischen Deutsch und Englisch.
Der Mehrwert von Zepp Flow war im Testszenario sehr übersichtlich. Andere Assistenten können nicht installiert werden. Laut App basiert der Sprachassistent auf OpenAI-Software und funktioniert zu großen Teilen auch offline.
Gesundheit und Fitness - BioCharge und PAI für den Gesundheits-Überblick
Amazfit setzt bei der Bewertung der allgemeinen Gesundheit und Fitness auf einen Wert mit dem Namen BioCharge. Der soll Auskunft über die Leistungsfähigkeit bzw. die Änderung der Körperenergie geben. In den Wert fließen die Schlafqualität, die Herzfrequenzvariabilität, das Stressniveau und die Aktivitätsdaten ein.
Der Wert soll dabei helfen zu erkennen, wann ein Training sinnvoll ist und wann eher ein Pausetag ansteht. Außerdem gibt die Software einen Überblick über den Wert im Tagesverlauf. Dadurch soll eine Analyse besonders zehrender Tätigkeiten möglich sein.
Ergänzt wird der Wert durch PAI. Dieser Index erfasst die Bewegungszeiten über sieben Tage und setzt sie ins Verhältnis zu den Pulswerten.
Aktivitätsziele - T-Rex Ultra 2 gibt zeigt Entwicklungen
Smartwatch und App informieren über absolvierte Schritte pro Tag, Woche und Monat. Neben den Schritten werden auch die zurückgelegte Distanz, die Zeit in Bewegung und die verbrannten Kalorien angegeben. Außerdem gibt die Software an, an wie vielen Tagen das Ziel erreicht wurde.
Die Werte für Woche und Monat können mit denen des vorhergehenden Zeitraums verglichen werden. Die T-Rex Ultra 2 gibt außerdem die Zeit im Modus der Fettverbrennung und Stunden pro Tag in denen gestanden wurde an. Auch die Anzahl der erklommenden Stockwerke wird vermerkt.
Herzfrequenz, Herzrhythmus und Blutsauerstoffsättigung
Die Amazfit T-Rex Ultra 2 kann die Herzfrequenz und die Blutsauerstoffsättigung messen. Um die Messwerte besser einschätzen zu können, vergleichen wir sie mit denen von Referenzgeräten. Bei der Herzfrequenzmessung kommt ein Polar H10-Brustgurt als Referenz zum Einsatz.
Den Ruhepuls geben beide Geräte gleich an. Den Leistungspuls messen wir zu drei verschiedenen Zeiten. Im Schnitt aus drei Messungen ergibt sich eine Abweichung von hohen 11,53 Prozent. Die höchste Abweichung bei einer Messung liegt bei 21 Schlägen pro Minute. Insgesamt fällt beim Training auf, dass die Uhr durch die Bauform leicht verrutscht, was zu fehlerhaften Messungen führen kann.
Bei der Messung der Blutsauerstoffsättigung kommt ein Braun Pulsoximeter 1 als Referenzgerät zum Einsatz. Im Schnitt aus drei Messungen stellen wir keine Abweichung fest, beide Geräte geben die gleichen Werte aus. Zur Messgenauigkeit von Smartwatches haben wir einen eigenen Artikel verfasst.
Schlaf-Tracking - Amazfit mit und ohne Abo
Die Amazfit T-Rex Ultra 2 bietet ein umfangreiches Schlaf-Tracking. Die Smartwatch überwacht die Schlafdauer und unterteilt den Schlaf in tiefen, leichten und REM-Schlaf. Die Software gibt für alle Phasen Zeiten und Prozentzahlen an, außerdem erstellt die App eine Grafik.
Außerdem gibt es Infos zur Schlafregelmäßigkeit, Herzfrequenz im Schlaf, Hypnoe und Atemfrequenz. Die Software kann wöchentliche und monatliche Berichte erstellen und Entwicklungen im Schlafverhalten aufzeigen.
In der Software können Schlafenszeit-Tagebücher geführt und die Aufweckstimmung festgehalten werden. Unter Zepp Aura gibt es zusätzliche Gesundheitsstatistiken und individualisierte Musik zum Einschlafen. Diese Services sind allerdings kostenpflichtig.
Nickerchen soll die Smartwatch ebenfalls erkennen. Meist funktioniert die Erkennung zuverlässig. Lediglich einmal hält die Smartwatch den Fernsehabend für Schlaf.
Trainingsaufzeichnung - Amazfit mit automatischem Tracking
Die T-Rex Ultra 2 soll über 180 Sportarten tracken können. Für Trainings können Vorlagen genutzt werden, etwa geplante Routen. Auch Intervalltraining wird in verschiedenen Sportarten unterstützt. Die Smartwatch zeigt Trainingsdaten gut lesbar an und bietet auch einen Schnellzugriff auf die Musiksteuerung.
Die Smartwatch kann VO2-Max messen und gibt nach dem Training die Trainingsbelastung an. Mit Zepp Coach kann ein KI-unterstützter, individueller Trainingsplan erstellt werden. Zudem erkennt die T-Rex Ultra 2 Trainings in acht verschiedenen Sportarten und zeichnet automatisch auf. Das Funktioniert im Test absolut zuverlässig.
GNSS und Navigation - Amazfit mit Ski- und Golfkarten
Amazfit legt einen großen Wert auf die Ortungsfähigkeiten und die Kartendarstellung bei der T-Rex Ultra 2. Die Smartwatch unterstützt alle gängigen Satellitensysteme im Dualband. Routen können für Trainings verwendet werden. Außerdem bietet die Smartwatch eine Rückwegnavigation: Sowohl auf dem genutzten Weg als auch die Suche nach der kürzesten Verbindung.
Karten können auf die Uhr heruntergeladen werden. Außerdem bietet Amazfit spezielle Ski-, Berg- und Golf-Karten. Eine Navigation ist direkt auf der Smartwatch möglich. Es können zusätzlich eigene Markierungen gesetzt werden. Absolvierte Routen können im GPX-, TCX, und FIT-Format exportiert werden.
Display - T-Rex Ultra 2 wird hell, aber liegt nicht an der Spitze

Das 1,5 Zoll große AMOLED-Display der Amazfit T-Rex Ultra 2 bietet eine Auflösung von 322 PPI. Wir messen eine maximale Displayhelligkeit von 2642 cd/m² mit aktiviertem Umgebungslichtsensor. Ohne Sensor sind maximal 614 Nits möglich.
Das Display ist auch im Sonnenschein gut ablesbar. Andere Outdoor-Uhren werden allerdings noch heller. Mehr stört im Test, dass das Glas der T-Rex Ultra 2 anfällig für Fingerabdrücke ist und schnell verschmutzt.
Gut gelöst ist das Always-on-Display mit umfangreichen Anpassungsmöglichkeiten. Bei unseren Messungen haben wir ein Displayflackern mit einer Frequenz von 60 Hz festgestellt.
| Amazfit T-Rex Ultra 2 | Apple Watch Ultra 2 | Huawei Watch Ultimate 2 | Samsung Galaxy Watch Ultra | |
|---|---|---|---|---|
| Response Times | ||||
| PWM Frequency (Hz) | 60 | 60 | 60 | 60 |
| PWM Amplitude * (%) | 41.98 | 25.32 | ||
| Bildschirm | 12% | 39% | 21% | |
| Helligkeit Bildmitte (cd/m²) | 2642 | 2947 12% | 3675 39% | 3192 21% |
| Schwarzwert * (cd/m²) | ||||
| Durchschnitt gesamt (Programm / Settings) | 12% /
12% | 39% /
39% | 21% /
21% |
* ... kleinere Werte sind besser
Bildschirm-Flackern / PWM (Pulse-Width Modulation)
| Flackern / PWM festgestellt | 60 Hz | ||
Das Display flackert mit 60 Hz (im schlimmsten Fall, eventuell durch Pulsweitenmodulation PWM) . Die Frequenz von 60 Hz ist sehr gering und daher kann es bei allen Usern zu sichtbaren Flackern, brennenden Augen oder Kopfweh kommen. Im Vergleich: 52 % aller getesteten Geräte nutzten kein PWM um die Helligkeit zu reduzieren. Wenn PWM eingesetzt wurde, dann bei einer Frequenz von durchschnittlich 7822 (Minimum 1.31, Maximum 343500) Hz. | |||
Performance und Laufzeit - Kaum Infos zur T-Rex Ultra 2
Amazfit liefert keine Informationen zum verbauten SiP. Der eMMC-Speicher ist 64 GB groß. Das Arbeitstempo der Smartwatch ist hoch. Ab und zu gibt es leichte Ruckler beim schnellen Wechseln zwischen Apps oder beim Scrollen. Das System läuft im Test sehr stabil und bekommt mehrere Updates.
Akkulaufzeit - T-Rex Ultra 2 hält 10 Tage durch
Die Akkulaufzeit ist eine große Stärke der T-Rex Ultra 2. Der Hersteller wirbt mit bis zu 30 Tagen. Die erreichen wir im Test nicht. Bei Nutzung aller Funktionen inklusive aktiviertem AoD und automatischer Trainingsaufzeichnung muss die Smartwatch erst nach 10 Tagen wieder ans Ladegerät.
Geladen wird auf einem magnetischen Ladepad mit Metallpinnen, QI-Laden beherrscht die T-Rex Ultra 2 leider nicht. Die Ladezeiten sind gut. In 30 Minuten lädt die Uhr von 15 auf 68 Prozent. Für eine vollständige Ladung des 870 mAh großen Akkus vergehen etwa 60 Minuten. Wir nutzen ein Anker 335-Netzteil.
Mögliche Alternativen im Vergleich
Bild | Modell | Preis ab | Größe | Gewicht | Battery Capacity | Display |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Amazfit T-Rex Ultra 2 | Amazon: 493,47 € Bestpreis 494€ Gomibo.at 2. 499€ galaxus 3. 499€ galaxus.at | 1.50" | 89.2 g | 870 mAh | 1.50" 480x480 322 PPI AMOLED | |
| Apple Watch Ultra 2 S9 | Amazon: 659,00 € Geizhals Suche | 1.92" | 70 g | 564 mAh | 1.92" 502x410 326 PPI OLED | |
| Huawei Watch Ultimate 2 | Amazon: 775,03 € Bestpreis 796.76€ Mindfactory 2. 796.81€ electronis.de 3. 796.81€ Jacob Elektronik direkt | 1.50" | 80.5 g | 867 mAh | 1.50" 466x466 310 PPI AMOLED | |
| Samsung Galaxy Watch Ultra Exynos W1000, Mali-G68 MP2 | Amazon: 362,62 € Bestpreis 443.61€ NESATEC 2. 449€ cleargrade 3. 449.99€ talk-point-gmbh2 | 1.50" | 93 g | 590 mAh | 1.50" 480x480 AMOLED |
Transparenz
Die Auswahl der zu testenden Geräte erfolgt innerhalb der Redaktion. Das vorliegende Testmuster wurde dem Autor vom Hersteller unentgeltlich zu Testzwecken überlassen. Eine Einflussnahme auf den Testbericht gab es nicht, der Hersteller erhielt keine Version des Reviews vor der Veröffentlichung. Es bestand keine Verpflichtung zur Publikation. Als eigenständiges, unabhängiges Unternehmen unterliegt Notebookcheck keiner Diktion von Herstellern, Shops und Verlagen.
So testet Notebookcheck
Pro Jahr werden von Notebookcheck hunderte Laptops und Smartphones unabhängig in von uns standardisierten technischen Verfahren getestet, um eine Vergleichbarkeit aller Testergebnisse zu gewährleisten. Seit rund 20 Jahren entwickeln wir diese Testmethoden kontinuierlich weiter und setzen damit Branchenstandards. In unseren Testlaboren kommt ausschließlich hochwertiges Messequipment in die Hände erfahrener Techniker und Redakteure. Die Tests unterliegen einer mehrstufigen Kontrolle. Unsere komplexe Gesamtbewertung basiert auf hunderten fundierten Messergebnissen und Benchmarks, womit Ihnen Objektivität garantiert ist. Weitere Informationen zu unseren Testmethoden gibt es hier.





































































