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Funktioniert der neue Snapdragon X2 Elite in einem passiv gekühlten Windows-Laptop?

Asus Zenbooks mit Snapdragon-X2-CPUs
Asus Zenbooks mit Snapdragon-X2-CPUs
Die neuen Snapdragon-X2-Elite-Prozessoren bieten auch bei geringen Power Limits sehr beachtliche Leistung. Könnten wir nun auch endlich mehr passiv gekühlte Windows-Geräte bekommen, die trotzdem eine vernünftige Alltagsleistung zur Verfügung stellen?

Einer der größten Vorteile con Apples MacBook-Air-Modellen ist die passive Kühlung, womit die Laptops immer lautlos bleiben. Im Windows-Segment gibt es nur sehr wenig Auswahl bei Geräten ohne Lüfter, wobei es sich hier meist um Convertibles oder Chromebooks handelt, die dann aber auch eine deutlich geringere bieten. Als Qualcomm vor rund zwei Jahren die erste Generation seiner ARM-Prozessoren auf den Markt brachte, war die Hoffnung groß, dass es hier ebenfalls passiv gekühlte Laptops geben wird. Das war jedoch nicht der Fall und selbst Varianten mit den langsamen Chips wie dem Snapdragon X kamen mit aktiver Kühlung auf den Markt.

Nun sind die ersten Geräte mit der zweiten Generation von Qualcomms Snapdragon-ARM-Prozessoren auf dem Markt und wir konnten die schnellen Snapdragon-X2-Elite-Chips schon ausführlich testen. Dabei haben wir auch gesehen, dass die Chips auch bei geringen TDP-Werten eine sehr konkurrenzfähige Leistung bieten. Das gibt natürlich Hoffnung, dass wir hier in Zukunft auch einen passiv gekühlten Windows-Laptops mit einem Snapdragon-X2-Prozessor sehen werden. 

Sowohl im Asus Zenbook A14 als auch dem Zenbook A16 können die TDP-Werte über die werksseitig konfigurierten Energiemodi angepasst werden, eine freie Wahl der Power Limits ist derzeit allerdings noch nicht möglich. Unter Single-Core-Last liegt die Leistungsaufnahme des SoC bei rund 14 Watt und im Multi-Core-Betrieb ist die Grenze nach oben ziemlich offen, wobei die Leistung bei unter 20 Watt immer noch sehr gut ausfällt. Bei der Grafikkarte sind wir bei der langsameren Version der Adreno X2-90 bei rund 18,5 Watt, also ziemlich genau auf dem Niveau von Apples M5-SoC. Beim MacBook Air liegt der kurzzeitige Verbrauch des Prozessors bei rund 20 Watt und pendelt sich dann irgendwo bei 8-9 Watt ein, wenn man das System konstant belastet (was im Alltag aber eher die Seltenheit ist), würde sowohl die Single-Core- als auch die Multi-Core-Leistung der Snapdragon-X2-Modelle davon betroffen sein. Wir vermuten jedoch, dass die Werte immer noch vollkommen für ganz alltägliche Aufgaben ausreichen würde.

Im Endeffekt braucht es nur einen Hersteller, der sich traut, einend er neuen Chips passiv zu kühlen. Vor allem im Multi-Core-Betrieb würde man dabei natürlich viel Multi-Core-Leistung auf dem Tisch lassen, weshalb wir auch verstehen, warum Hersteller lieber eine aktive Kühlung verbauen und dann über verschiedene Energieprofile einen leisen Betrieb zu ermöglichen. Das klappt bei den beiden Zenbooks auch gut, doch wirklich lautlos sind die Geräte halt nicht. Alle weiteren Details zu den neuen Snapdragon-X2-Prozessoren stehen in unserer Analyse sowie den beiden Testberichten der Zenbooks zur Verfügung:

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> Notebook Test, Laptop Test und News > News > Newsarchiv > News 2026-04 > Funktioniert der neue Snapdragon X2 Elite in einem passiv gekühlten Windows-Laptop?
Autor: Andreas Osthoff, 19.04.2026 (Update: 19.04.2026)