Über die vergangenen Tage wurden dutzende neue Laptops auf Basis von Intel Panther Lake vorgestellt, Chips wie der Intel Core Ultra X7 358H sind aber auch für Gaming-Handelds spannend. Denn Intel kombiniert vier Performance-Kerne mit gleich zwölf Effizienz-Kernen, um auch bei geringer Verlustleistung eine starke CPU-Performance zu ermöglichen.
Die neue Intel Arc B390 iGPU macht in ersten Tests ebenfalls einen starken Eindruck, und bewältigt etwa Cyberpunk 2077 mit Ultra-Einstellungen, 1.200p-Auflösung und XeSS "Balanced" mit 60 Bildern pro Sekunde, bei einem Stromverbrauch von 55 Watt. Tests sollten bald auch zeigen, wie sich Panther Lake bei einer für Handhelds eher typischen Verlustleistung von 10 bis 25 Watt behaupten kann. Gegenüber PCWorld hat Nish Neelalojanan, seines Zeichens Senior Director of Product Management für Intels Client Computing Sparte, nun praktisch eine Kampfansage gegenüber AMDs Handheld-Dominanz ausgesprochen.
Frei übersetzt sagt Nish Neelalojanan: "Sie (AMD, Anm.) verkaufen antike Chips, während wir Up-to-Date-Prozessoren verkaufen, die speziell für diesen Markt entwickelt wurden". Diese Aussage dürfte sich darauf beziehen, dass der brandneue Ryzen AI 9 HX 475 nur ein Ryzen AI 9 HX 375 mit etwas höheren Taktfrequenzen ist, und die integrierte Radeon 890M iGPU noch auf der RDNA 3+-Architektur basiert, obwohl RDNA 4 schon verfügbar wäre, etwa bei der Radeon RX 9070 XT (ca. 659 Euro auf Amazon).
Über die vergangenen Jahre war AMD der eindeutige Marktführer bei Gaming-Handhelds, denn vom Steam Deck bis zum Asus ROG Xbox Ally X setzen die meisten Mainstream-Handhelds auf AMD Ryzen. Die Nintendo Switch 2 nutzt stattdessen einen Nvidia-Chip. Nur wenige Handhelds wie das MSI Claw 8 AI+ waren bisher mit einem Intel-Prozessor ausgestattet. Das könnte sich mit Panther Lake bald ändern.

















