Google Gemini 4 Argon veröffentlicht: 1 Mio Output-Token und Schwerpunkt auf Cybersicherheit, Coding und Agenten-Tätigkeit

Das auffälligste technische Merkmal des neuen KI-Modells Gemini 4 Argon ist das 1-Million-Token-Ausgabefenster, gegenüber 64.000 zuvor. Damit soll Argon besonders bei komplexen und langwierigen Aufgaben ausgiebig planen, analysieren und länger autonom handeln können. Eine komplexe Aufgabe in lauter Einzelprompts zerlegen zu müssen, entfiele bei einem solchen Modell.
Damit vollzieht Google einen weiteren Schritt hin zu autonom arbeitenden Agenten. Der Agent erhält eine Aufgabe, plant langfristig sein Vorgehen, analysiert Code und Informationen, führt dann diverse Zwischenschritte durch, wobei deren Ergebnisse iterativ getestet und korrigiert werden, um letztlich die Aufgabe abzuschließen.
Google betont, dass das Modell auch intern extrem häufig zum Einsatz kommt. Beim Unternehmen helfen die Argon-Agenten unter anderem den Quantencomputer-Forschern die Spacetime-Ressourcen zu optimieren, bei den Datanzentren sorgen sie für Speicheroptimierungen, sie übertragen C/C++-Code in Rust und optimieren in Rust geschriebene Videodecoder auf Geschwindigkeit.
Zum Zeitpunkt des Artikels ist Argon noch nicht öffentlich verfügbar. Zunächst wird es Trusted Testern und Cybersecurity-Experten zugänglich gemacht. Danach soll der Zugang schrittweise auf Entwickler, Unternehmen und Verbraucher ausgeweitet werden, zunächst für zahlende API-Kunden und Google-AI-Ultra-Abonnenten. Der angekündigte Einführungspreis beträgt 2 $ pro 1 Mio. Input-Tokens und 10 $ pro 1 Mio. Output-Tokens. Nach der Einführungsphase sollen es 4 $ bzw. 20 $ sein; gecachte Input-Tokens sind 95 % günstiger.








